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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Stromnetz der Zukunft muss flexibel und clever sein

05.11.2013

Nordenham Viele Klimaanlagen, Wäschetrockner und Waschmaschinen sind wahre Energiefresser. Aber an der Spitze des Stromverbrauchs stehen unangefochten die Kühlschränke. Alleine in Deutschland benötigen diese Geräte zusammengenommen die Leistung eines Großkraftwerkes.

Wie muss der Stromverbrauch angepasst und gesteuert werden, damit die Energiewende gelingt? Vor rund 30 Zuhörern im Alten Rathaus warf Professor Dr. Michael Sonnenschein von der Uni Oldenburg auf Einladung der Goethe-Gesellschaft einen Blick auf den bevorstehenden Wandel und die Anforderungen an das Stromnetz.

Die Ära der Kraftwerke, die so viel Strom produzieren, wie gerade benötigt wird, neigt sich dem Ende zu. An ihre Stelle treten viele kleine Windkraft-, Photovoltaik-, Wasserkraft und Biogasanlagen.

Der Kurswechsel in der Energieversorgung stellt Produzenten und Verbraucher künftig vor enorme Herausforderungen. Dieser Überzeugung ist der Wissenschaftler aus Oldenburg. Bislang habe sich die Erzeugung dem Verbrauch angepasst. Wurde mehr Strom benötigt, wurde einfach mehr produziert.

Im Zuge der Energiewende sollen aber herkömmliche Kraftwerke abgeschaltet werden. Sonnen-, Wind- und Wasserkraft sowie Energie aus nachwachsenden Rohstoffen sollen die fossilen Energieträger langfristig ersetzen.

Das führe zu einer Umkehrung des bisherigen Modells von Nachfrage und Angebot, ist sich Michael Sonnenschein sicher. Weil die Produktion von Strom aus alternativen Energiequellen – wie auch der Verbrauch – starken Schwankungen unterworfen sei, richte sich die Nutzung in Zukunft nach der Erzeugung.

Damit das Stromnetz in Deutschland aber nicht zusammenbreche, müsse das Verhältnis von erzeugter und verbrauchter Energie zu jedem Zeitpunkt ausgeglichen sein, mahnte der Wissenschaftler, der an der Uni Oldenburg die Abteilung Umweltinformatik leitet.

An dieser Stelle kommen die „Smart Grids“ ins Spiel: intelligente Stromnetze, die den Verbrauch der Haushalte und der darin befindlichen Geräte mit der Hilfe moderner Informations- und Kommunikationstechnik steuern.

Nur so sei es möglich, den Umbau des Energieversorgungssystems zu bewerkstelligen, sagte Michael Sonnenschein. Eine große Rolle könnten in den intelligenten Netzen von morgen die Elektrofahrzeuge spielen. Elektrisch betriebene Autos könnten in ihren Akkus den Strom zu Spitzenzeiten speichern und somit für das Energiemanagement genutzt werden.

„Intelligente Stromnetze bieten die Möglichkeit, dezentrale und regenerative Stromerzeuger in das Netz zu integrieren“, so das Fazit des Forsches. Er fügt hinzu: „Smart Grids sind eine notwendige Voraussetzung zum Funktionieren der Energiewende.“


Video unter:   http://www.acatech.de/e-energy 
Felix Frerichs Nordenham / Redaktion Nordenham
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