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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Ehrenamt In Butjadingen: Mit Treffsicherheit und großem Herzen

26.01.2019

Syuggewarden Im Flur von Gisela Eilers hängt eine Europakarte an der Wand. Mit Pins sind all die Orte markiert, an denen die 66-Jährige schon mit ihrem Mann Werner mit dem Wohnmobil war. Einige Pins stecken in Zielen, die das Ehepaar mit den Enkeln angesteuert hat. Die sind schon 15 und 18 Jahre alt, haben aber immer noch Lust, mit den Großeltern zu campen. „Wir haben eine sehr enge Bindung“, sagt Gisela Eilers, und man sieht ihr dabei an, wie sehr sie das freut – und wie stolz es sie auch macht.

Wie man in den Wald ruft...

Nicht nur in der Familie, sondern auch in den Vereinen, in denen sie sich engagiert, hat die Syuggewarderin festgestellt, dass man etwas dafür tun muss, wenn man ein positives Echo haben möchte. Anders gesagt: Wie man in den Wald ruft, so schallt es heraus. Die Art und Weise, in der Gisela Eilers ruft, hat ihr eine Nominierung für die Wahl der Butjadinger des Jahres eingebracht, die die Nordwest-Zeitung und die Raiffeisenbank Butjadingen-Abbehausen Ende März wieder mit Unterstützung der Gemeinde ehren.

Gisela und Werner Eilers wohnen auf dem Bauernhof, den sie bis 2011 noch betrieben haben. Er liegt sehr einsam am Syuggewarder Weg. Der Hof bei Waddens, der ihr Elternhaus war, lag noch einsamer – die letzten 500 Meter, die von einem Wischweg zum Haus führten, bestanden aus Schotter. Gisela Eilers mag solche Einsamkeit. „Einer unserer Söhne wohnt in Oldenburg. Da fahren wir gerne hin“, sagt sie, „aber wir fahren auch gerne wieder weg.“

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Gisela Eilers ist aber auch gerne unter Menschen. Als sie und ihr Mann ihren Hof bewirtschafteten und die beiden Söhne noch im Haus waren, hatte sie keine Zeit für ein Vereinsleben, geschweige denn für einen Vorstandsposten. Das hat sich geändert. Seit 20 Jahren gehört sie den Burhaver Sportschützen an, arbeitete zunächst im Festausschuss mit, übernahm schon bald den Posten der 2. Vorsitzenden. Seit 2006 steht Gisela Eilers nun an der Spitze des Vereins.

Der zweite Vorstand, in dem sie aktiv, ist der der Butjadinger Landfrauen, denen sich Gisela Eilers Ende der 90er Jahre anschloss. Sie ist Schriftführerin, schreibt über jede Veranstaltung der Landfrauen mindestens eine Seite in ihr Vereinsbuch und liest bei der Jahreshauptversammlung daraus vor. „Schließlich wollen die Mitglieder ja wissen, was das Jahr über so gelaufen ist“, sagt Gisela Eilers. Für sie selbst ist es ein gutes Gefühl, zu wissen, dass es diese Bücher mit ihren Eintragungen gibt. „Wenn ich mal nicht mehr bin, dann bleibt etwas von mir zurück.“

„Ich mach das“

Manchmal hat Gisela Eilers das Gefühl, dass ein Zettel mit der Aufschrift „Ich mach das“ auf ihrer Stirn klebt. Viele Vereine, Organisationen und Institutionen haben sie schon für Ämter schanghaien wollen. Doch Gisela Eilers lehnt jedes Mal dankend ab. Sie konzentriert sich lieber auf ihre Posten bei den Schützen und den Landfrauen. Hier wie dort wird ihre Sachlichkeit und Ehrlichkeit geschätzt, der große Bogen, den sie um jede Form von Vetternwirtschaft macht, ihre ausgleichende Art, ihre Unkompliziertheit, wenn es ums Helfen geht.

Als Gisela Eilers an Krebs erkrankte und Halt brauchte, fand sie ihn nicht zuletzt in ihren Vereinen. „Der Schützenverein und auch die Landfrauen haben mich aufgefangen“, sagt die 66-Jährige.

Für sie ist es eine Selbstverständlichkeit, sich nun genau so zu verhalten, zurückzugeben, was ihr selbst an Gutem entgegengebracht wurde. So ist Gisela Eilers nicht nur die Vorsitzende des Schützenvereins, sie ist auch für viele eine Vertrauensperson, die aktuell etwa eine ebenfalls erkrankte Vereinskameradin ohne viel Aufhebens zu Arztterminen begleitet oder sie zu Untersuchungen und anderen Terminen fährt.

Neben all dem ist Gisela Eilers durch und durch Familienmensch, die Mutter und Großmutter mit dem großem Herzen, die zu Weihnachten das Schützenhaus mietet und für alle Grünkohl kocht. Und für die es nichts Schöneres gibt, als die nächste Wohnmobil-Tour mit ihren Enkeln auszutüfteln. Der letzte Pin markiert die Zugspitze; der nächste – folgt bestimmt.

Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
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