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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Taxi-Gebühren bleiben ein Streitthema

18.02.2015

Nordenham /Brake In Jubelstimmung ist Paul Kase nicht ausgebrochen, als er erfuhr, dass der Landkreis Wesermarsch schneller als befürchtet die neuen Beförderungsentgelte beschlossen hat. Auf der einen Seite sind der Nordenhamer Taxi-Unternehmer und seine Kollegen zwar froh, dass sich die Neuregelung doch nicht bis Mitte März hingezogen hat. Auf der anderen Seite halten sie die Beschlüsse zur Erhöhung der Taxigebühren aber nicht für ausreichend. „Das genügt nicht, um die steigenden Kosten durch den Mindestlohn aufzufangen“, sagt Paul Kase stellvertretend für alle Taxi-Unternehmer aus der Wesermarsch.

Eilentscheidung

Wie berichtet, hat der Kreisausschuss am Montag in einer Eilentscheidung die geänderte Preisstaffelung verabschiedet. Die neue Verordnung über „Beförderungsentgelte und Beförderungsbedingungen für den Gelegenheitsverkehr mit Taxen im Landkreis Wesermarsch“ tritt am 1. März in Kraft und sieht eine Erhöhung der Taxigebühren um etwa 21 Prozent vor. Dazu gehören unter anderem eine Anhebung der Grundgebühr von 2,50 Euro auf 5 Euro sowie eine Staffelung der Entgelte in zwei Entfernungszonen von einem bis zehn Kilometer und von zehn Kilometern und mehr. Im Tarif 1 bis 10 Kilometer werden künftig montags bis freitags in der Zeit von 6 bis 22 Uhr 2 Euro pro Kilometer verlangt. Ab 10 Kilometer sind es jeweils 1,80 Euro.

Montags bis donnerstags von 22 bis 6 Uhr sowie freitags von 22 bis montags um 6 Uhr und an Feiertagen beträgt der Preis in der ersten Tarifzone 2,10 Euro pro Kilometer. In der zweiten Preisstufe werden 1,90 Euro pro Kilometer angesetzt.

Aus Sicht des Taxi-Unternehmers Paul Kase sind die neuen Tarife „nicht auskömmlich“. Er verweist darauf, dass in seinem Gewerbe viele Aushilfskräfte tätig sind. Daher treffe der gesetzliche Mindestlohn, den die Bundesregierung zum 1. Januar eingeführt hat, die Arbeitgeber in dieser Branche besonders hart.

Neuer Anlauf

Paul Kase geht von einem Anstieg der Lohnkosten um etwa 50 Prozent aus. In der Folge erwartet er, dass der Verkehrsgewerbeverband bald einen neuen Anlauf nehmen wird, um höhere Entgelte durchzusetzen.

Von der vor knapp vier Wochen beschlossenen Minderung ihrer Dienstleistungen auf ein Minimum wollen die Taxi-Unternehmer jetzt abrücken und wieder ein „halbwegs normales“ Angebot vorhalten. Der frühere Umfang des Kundenservices könne aufgrund des Kostendrucks aber nicht mehr erreicht werden, betont Paul Kase.

Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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