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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

PROJEKTHILFE: Triumphaler Empfang in Jahaly

24.12.2005

RODENKIRCHEN /JAHALY Vier Stadlander Helfer waren in ihren Fahrzeugen zwölf Tage unterwegs. Sie legten dabei rund 7000 Kilometer zurück.

von rolf bultmann RODENKIRCHEN/JAHALY - Rund 1000 Bewohner von Jahaly und den Nachbardörfern im westafrikanischen Gambia bereiteten ihnen einen triumphalen Empfang. Hinter Jürgen Albrecht (Arzt), Hans Bruns (Rettungssanitäter), Dieter Lieken (Krankenpfleger) und Ingo Lieken (Bankkaufmann), alle aus der Gemeinde Stadland, und neun weiteren Mitgliedern des bundesweiten Vereins „Projekthilfe Dritte Welt“ lagen 7000 Kilometer und zwölf erlebnisreiche Tage, die teilweise einer Abenteuerfahrt glichen.

Von Rodenkirchen und von Bochum aus waren die 13 Projekthelfer gestartet, um sechs Fahrzeuge nach Gambia zu bringen. Ein Kleinbus und ein Geländewagen waren für die Buschklinik und Jahaly bestimmt, die anderen vier Fahrzeuge sollte in Gambia verkauft werden, um vom Erlös Medikamente für die Klinik kaufen zu können.

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Der erste Teil der Fahrt durch Belgien, Frankreich und Spanien nach Marokko – die Maut- und Fährgebühren wurde ihnen erlassen – verlief problemlos. Noch in Marokko ereilte dem Hilfskonvoi die erste Panne. In Laayoune muss ein defekter Bremszylinder repariert werden. Durch ein ehemaliges Sperrgebiet, in dem auf eine Strecke von 300 Kilometern kein Haus zu sehen ist, ging es in nächtlicher Fahrt zur Grenzen von Mauretanien.

Rund 5200 Kilometer hatten die 13 Projekthelfer mit ihren sechs Fahrzeugen bereits bewältigt, doch nun begann der schwierigste Teil der Strecke. Der für die zweitägige Wüstenetappe engagierte Führer zweifelte die Wüstentauglichkeit des Kleinbusses an und sollte Recht behalten.

Die Fahrt durch die Wüste ging der Konvoi mit zunächst 80 km/h zu übermütig an. Größere Bodenwellen ließen die Fahrzeuge abheben, sodass das Gepäck durch die Luft flog. Dabei ging ein Gepäckträger zu Bruch. Ein Ersatzrad musste zurückgelassen werden.

Dann kam der lose Sand. Der Kleinbus blieb immer wieder stecken. Auch die anderen Fahrzeuge, alle mit Allradantrieb, kamen kaum noch durch. Sie konnten sich nur noch auf 1,50 Meter Langen Sandblechen fortbewegen. Dies führte dazu, dass auf einer langgezogenen Düne für 100 Meter rund 2,5 Stunden bei 49 Grad Hitze benötigt wurden.

Die Projekthelfer waren froh, als sie endlich St. Louis im Senegal erreicht hatten, im Hotel übernachten und eine eintägige Pause einlegen konnten. Die Landschaft wurde nun ständig grüner. Bei der Durchquerung des Senegals machte die Gruppe einen Abstecher zum Niokolo Koba Nationalpark. Dabei riss die Bremsleitung eines Fahrzeuges. Zudem gab es Probleme mit den Dieselfiltern.

Obwohl alle Papiere in Ordnung waren, gab es bei der Einreise in Gambia Ärger mit dem Zoll. Erst nach zweistündigen Verhandlungen und vielen Telefonaten, aber ohne Schmiergeld zu zahlen, ging es endlich weiter. Der gigantische Empfang in Jahaly mit Trommeln und Transparenten sowie Ansprachen der Dorfältesten ließen allen Ärger vergessen.

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