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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Umbau des Bahndamms wird (zu) teuer

17.11.2009

MOORSEE Wenn irgendwo ein Radweg gebaut werden soll, richten sich viele hoffnungsvolle Blicke auf den CDU-Landtagsabgeordneten Björn Thümler. Das ist bei der Ertüchtigung des alten Bahndamms zwischen Abbehausen und Mitteldeich für Radfahrer nicht anders.

Hoffnung auf Thümler

Der Butjadinger Bürgermeister Rolf Blumenberg hofft, dass der Abgeordnete aus den Haushaltsberatungen des Landtags positive Nachrichten für das Vorhaben mitbringt. Denn nur mit Hilfe des Landes könnte die Strecke relativ flott ausgebaut werden.

Schon vor drei Jahren hatte der Stollhammer Dedo Burhop in einem Brief an die Nordenhamer Stadtverwaltung angeregt, diesen Teil der Trasse der ehemaligen Butjadinger Bahn zum Radweg auszubauen. Unterstützung fand er bei den SPD-Kreistagsabgeordneten Karl-Heinz Brüning aus Seefeld und Uta Elb aus Phiesewarden.

Im Mai 2008 fand ein Gespräch der Bürgermeister Hans Francksen und Rolf Blumenberg mit Björn Thümler und dem Leiter der Straßenmeisterei Nordenham, Alfred Giesmann, statt. Dabei habe sich Thümler zuversichtlich gezeigt, dass hier ein so genannter Gemeinschaftsradweg entstehen könnte, den die beiden Kommunen und das Land gemeinsam finanzieren. Der Anteil der Kommunen könne darin bestehen, dass sie Grund und Boden kostenlos zur Verfügung stellen, denn der alte Bahndamm gehört der Stadt Nordenham und der Gemeinde Butjadingen. Zudem ist die Trasse bereits ausreichend befestigt. Doch daraus wurde nichts, weil der Landkreis einen Radweg an der Landesstraße 858, für den ein Radweg auf der alten Bahntrasse der Ersatz wäre, nicht als prioritär angemeldet hatte.

Dennoch haben die beiden Kommunen den Gemeinschaftsradweg keineswegs aus den Augen verloren und setzen weiter auf Björn Thümler. Geplant ist ein Ausbau mit Asphalt, erläutert Rolf Blumenberg. Der erste Abschnitt von der alten Abbehauser Mühle bis Stollhamm in Höhe der Spedition Wehlau misst etwa fünf Kilometer und würde nach Berechnungen des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr in Oldenburg etwa 580 000 Euro kosten. Der zweite Abschnitt bis Mitteldeich misst 2,7 Kilometer und würde – wegen mehrerer Brücken – 360 000 Euro kosten.

Als Alternative zu Landesmitteln sehen die Kommunen das Leader-Programm, mit dem die Europäische Union ländliche Gebiete fördert. Doch dessen Möglichkeiten sind begrenzt, wie ein Gespräch ergab, das Rolf Blumenberg und der Nordenhamer Wirtschaftsförderer Jürgen Mayer mit der Regionalmanagerin von „Wesermarsch in Bewegung“, Meike Lücke, führten. Wenn Kommunen offizielle Antragsteller sind, kann „Wesermarsch in Bewegung“ maximal 50 Prozent der Nettokosten – das sind die Baukosten ohne Mehrwertsteuer – übernehmen. „Das wäre der K.O. für das Projekt“, sagt Rolf Blumenberg.

Schlimmer noch: Es gibt auch eine maximale Fördersumme, wie Meike Lücke sagt – nämlich 100 000 Euro. Dann müsste der Gesamtbetrag bei 220 000 Euro liegen. Das ist weit entfernt von den insgesamt 940 000 Euro, die das Vorhaben kosten soll. Wie Meike Lücke sagt, bekommt „Wesermarsch in Bewegung“ im nächsten Jahr gut 300 000 Euro von EU. Einschließlich der Ko-Finanzierung vom Landkreis und seinen Kommunen stehen knapp 700 000 Euro zur Verfügung.

Problem Ko-Finanzierung

Nicht nur deshalb will auch Jürgen Mayer im Nordenhamer Rathaus die Hoffnung nicht aufgegeben. „Ideal wäre es, wenn wir im nächsten Jahr wenigstens anfangen könnten“, sagt der Dezernent. Allerdings könnte der städtische Eigenanteil sich dabei als entscheidenden Prellbock erweisen: Die Kassen der Stadt sind leer.

Henning Bielefeld
Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham
Redaktion Nordenham
Tel:
04731 9988 2203

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