• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Umweltschützer üben Kritik an Rückbauplänen

18.04.2017

Kleinensiel Nicht vollends zufrieden ist der Arbeitskreis Wesermarsch von Bündnis 90 / Die Grünen laut Hans-Otto Meyer-Ott mit den Antworten der Niedersächsischen Landesregierung auf seine Anfrage zum Kernkraftwerk Unterweser (KKU) in Kleinensiel. Der Betreiber hatte beantragt, als Teil des Rückbaus am Standort in Kleinensiel ein neues Zwischenlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle einzurichten.

Nach einem Besuch des Arbeitskreises in der Geschäftsstelle in Hannover ist in einem Workshop die 17 Punkte umfassende Anfrage entstanden und an die Landesregierung überstellt worden.

Nach Auffassung des Arbeitskreises seien laut Hans-Otto Meyer-Ott mehre Fragen nicht zufriedenstellend beantwortet worden. Es gebe beispielsweise keine konkreten Angaben zur geplanten Betriebsdauer des Lagers für radioaktive Abfälle Unterweser. Außerdem, so kritisiert der Arbeitskreis, werde nicht deutlich, ob beim Bau des bestehenden Standortzwischenlagers und den Planungen für das neue Lager mögliche Erhöhungen des Meeresspiegels und Extremwetterereignisse berücksichtig sein. Auch auf die Forderung das neue Lager auf einer Höhe von mindestens ach Metern über Normal Null zu errichten, habe der Arbeitskreis keine zufriedenstellende Antwort erhalten.

Der BUND Unterweser (Bund für Umwelt und Naturschutz) sieht ebenfalls noch ungeklärte Fragen – wie die geplante Laufzeit. „Zum einen sieht der BUND die Einlagerung von eigenen, aber vor allem von fremden radioaktiven Abfällen auf dem Gelände des AKW sehr kritisch“, sagt Pressesprecher Bernd Quellmalz.

Denn weder das AKW noch das Zwischenlager seien vor Unfällen durch Flugzeuge, Terrorüberfällen und Hochwasser durch extreme Sturmfluten ausreichend geschützt. Zum anderen sei der Verbleib insbesondere auch der schwach radioaktiven Abfälle, die innerhalb der Grenzen der so genannten Freimessung liegen, noch ungeklärt, kritisiert der Umweltverband weiter, der eine unkontrollierte, bundesweite Weiterverbreitung dieser Abfälle befürchtet.

„Mit der so genannten Freimessung wird dieses Material wieder als Wertstoff erklärt, so dass es nicht nur auf Müll- oder Bauschuttdeponien gelagert, sondern auch wieder im Straßenbau oder gar im Haushalt verwendet werden darf“, warnt Bernd Quellmalz.

„Wir sprechen uns daher strikt gegen die Freimessung und anschließende Freigabe radioaktiver Stoffe aus.“ Vielmehr müsse das Gebot der Strahlungsminimierung bei der Abwicklung der AKW unbedingt berücksichtigt werden. Der BUND fordert, Alternativen zum Rückbau des KKU zu prüfen.

Merle Ullrich
Nordenham
Redaktion Nordenham
Tel:
04731 9988 2202

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.