• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Zuwässerung: Untersuchungen lassen auf sich warten

30.05.2013

Stadland /Bremerhaven Mit der geplanten weiteren Weservertiefung droht eine weitere Versalzung des Wassers aus der Weser, das in Stadland, Nordenham und Butjadingen zugewässert wird. Diese negative Folge der Vertiefung soll vermieden werden. Das sieht der Planfeststellungsbeschluss vor. Von einer Vermeidungslösung ist die Rede. Die dafür nötigen Untersuchungen und Planungen lassen bezüglich Stadland im Unterschied zu den Bereichen Nordenham und Butjadingen jedoch weiter auf sich warten.

Damit bleibt auch weiterhin ungeklärt, ob die von der Stadlander Sielacht für nötig gehaltenen Nachbesserungen – sprich mehr Steuerungstechnik für eine Zuwässerung wenig salzhaltigen Wassers – realisiert werden.

Das ergaben Nachfragen beim Wasser- und Schifffahrtsamt in Bremerhaven und bei der Sielacht.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Im Dezember 2011 hatte Verbandsvorsteher Burchard Wulff gegenüber der NWZ  betont: „Wir brauchen mehr Steuerungstechnik.“

Zahlreiche Bauwerke

Das Wasser und Schifffahrtsamt (WSA) sehe Steuerungstechnik nur beim Siel- und Schöpfwerk Strohhausen und fünf Unterschöpfwerken vor. „Wir haben aber zahlreiche Regulierungsbauwerke und brauchen zumindest für die Hauptsiele, wo Verlaateinrichtungen vorhanden sind, ebenfalls Steuerungstechnik“, sagte der Verbandsvorsteher.

Doch das WSA hat bis heute weder eine Ausführungsplanung noch den ebenfalls nötigen neuen Zuwässerungs- und Betriebsplan für Stadland bei einem Ingenieurbüro in Auftrag gegeben. Das erfuhr die NWZ  auf Nachfrage von Ulrich Günther, Projektleiter im WSA für die Weservertiefung.

Ulrich Günther verweist auf die Auseinandersetzungen über die Weservertiefung vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig.

Wie berichtet, ist noch nicht über Klagen des BUND und dreier Landwirte aus der Wesermarsch entschieden. Daher ist die geplante Vertiefung auf Eis gelegt. Bis zur gerichtlichen Klärung wird nicht gebaggert. Entsprechend verzögert sich die Umsetzung der Vermeidungslösung.

Nach Aussage von Ulrich Günther unternimmt das WSA dennoch dafür bereits mehr als es müsste, setzt aber Prioritäten. Priorität hätten Planungen für Nordenham und Butjadingen, weil zur Vermeidung negativer Auswirkungen der Weservertiefung dort größere bauliche Maßnahmen nötig seien, während es in Stadland vorwiegend um Steuerungstechnik gehe.

Wie berichtet, sollen die deichartigen Wälle des Butjadinger Zu- und Entwässerungskanals erhöht werden.

Mehr salzarmes Wasser

Der Kanal könnte so für den Bereich des Entwässerungsverbandes Butjadingen, zu dem die Gemeinde Butjadingen und die Stadt Nordenham gehören, rechtzeitig vor Hochwasser mehr Wasser als bisher aus der Weser aufnehmen. Das hilft gegen Versalzung, weil während des Hochwassers und danach der Salzgehalt in der Weser am höchsten ist.

Nach Auskunft von Ulrich Günther hat das WSA im vergangenen Jahr ein renommiertes Hamburger Ingenieurbüro mit der Ausführungsplanung beauftragt. In etwa drei Monaten werde sie fertiggestellt sein. Der Zuwässerungs- und Betriebsplan für die Vermeidungslösung in Nordenham und Butjadingen sei bereits erstellt und werde in den nächsten Tagen den Verbänden vorgelegt.

Ob in Stadland tatsächlich mehr Steuerungstechnik nötig ist, kann laut Ulrich Günther erst im Zuge der noch ausstehenden Ausführungsplanung und des Betriebsplanes geprüft werden.

Sowohl Verbandsvorsteher Burchard Wulff als auch Rüdiger Wilken, Geschäftsführer des Kreisverbandes der Wasser- und Bodenverbände, halten es für nötig, dass nachgebessert wird. Die Problemlage in Stadland sei wegen der starken Höhenunterschiede komplex. Dafür sei ausreichend Steuerungstechnik unverzichtbar. „Wir setzen auf Dialog.“

Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
Rufen Sie mich an:
04731 9988 2206
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.