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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

„Urlaubsqualität am Strand ist massiv gesunken“

11.08.2007

BURHAVE Seit Wochen sind Klagen von Urlaubern und Einheimischen über die Situation im alten Burhaver Strandbad zu hören und auch in dem einen oder anderen Leserbrief zu lesen. Jetzt haben einige die NWZ zu einem Gespräch vor Ort eingeladen. Sie sagen, dass sie sich sowohl an die Touristikgesellschaft als auch an die Gemeinde gewandt haben – persönlich, per E-Mail und auch telefonisch. Doch kaum etwas sei verbessert worden.

An dem Gespräch mit der NWZ am Strand nahmen genau 16 Personen teil. „Es hätten auch 40 oder 60 sein können, wenn alle zu diesem Termin Zeit gehabt hätten“, hieß es.

Es sind nicht nur Dauercamper wie der Sprecher der Gruppe, Andreas Kregel (43). Es sind auch einheimische Vermieter und auch Urlauber wie Renate (46) und Wolfgang Hyll (49) aus Karlsruhe mit ihrer 14 Jahre alten Tochter, die sagen: „Wir sind ganz normale Feriengäste und sind schlicht entsetzt.“

Alle sehen den im April eröffneten, hunderte Meter entfernt im Deichvorland gelegenen Badesee „Nordsee-Lagune“ als tolles Angebot. Verstehen können sie aber nicht, das im Gegenzug die DLRG-Aufsicht am alten Strandbad völlig abgezogen worden ist und die Touristikgesellschaft sich kaum noch um das alte Strandbad kümmere.

„Das allerwichtigste ist eine Aufsichtsperson hier am Strand“, so eine der Stimmen. „Viele Gäste sind unwissend, gehen einfach ins Wasser“, so eine andere Stimme. Und: „Nicht einmal ein Pflaster kann man hier bekommen.“

Die Gruppe hat insgesamt 13 kritische Punkte aufgelistet und der NWZ auch anhand vieler Fotobelege erläutert.

Das Fazit der Camper, Urlauber und Einheimischen lautet: „Die Urlaubsqualität am Burhaver Strand ist massiv gesunken.“

Zusammenfassend hier ihre Mängelliste:

Die Sicherheit von Gästen, die schwimmen oder mit einem Schlauchboot ins Wasser gehen wollen, sei gefährdet. Schon dreimal habe die DLRG-Sondereinsatzgruppe alarmiert werden müssen.

Am „Rondell“ hänge noch ein großes „Erste Hilfe“-Schild, aber es gebe keine Erste Hilfe mehr am Strand.

Dusch-Abflüsse seien durch abgewaschenen Schlick verstopft, weil nicht mehr gereinigt wird. Das Wasser suche sich daher seinen Weg über den Wanderweg oder die Wiese.

Eine Dusche am Strand (Campingplatz) sei in der Schräge extrem glatt. zwei Urlauber seien bereits gestürzt. Ein Wasserhahn beim Wattensteg sei auf der falschen Seite angebracht worden, folglich laufe Wasser und abgewaschener Schlick über die neue Promenade. Frei liegende Bolzen (Sockel für Mülleimer) am Promenadenweg stellten bei einem Sturz eine große Gefahr dar.

Gefahren gehen auch von Lenkdrachen aus. Sie sind zwar im Strandbad und auch auf der Liegewiese verboten. Aber, so die Beschwerden der Einheimischen und Urlauber, dieses Verbot wird missachtet, Kontrollen finden nicht statt. Folgen: Der Wanderweg könne wegen der Lenkdrachen nicht sicher genutzt werden und Camper würden bei bestimmten Windrichtungen gestört und auch gefährdet.

Ein weiteres Problem sind die Hunde am Strand. Zwar ist ein gesonderter Hundestrand ausgeschildert. Aber wer mit seinem Hund den Eingangsbereich bei der Strandhalle passiert, muss 50 Meter überbrücken, um an den Hundestrand zu gelangen. Einheimische und Urlauber beklagen zudem: Viele Hunde liefen ohne Leine außerhalb des Hundestrandes; es gebe zu wenig Ständer für Hundekot-Tüten; die Beschilderung sei nicht eindeutig und zu klein; Hunde verrichteten ständig ihr Geschäft an Strandkörben; Hundebesitzer liefen trotz Verbotsschilder über dem Campingplatz.

Nicht zuletzt: Die allgemeine Sauberkeit am Strand sei an gut besuchten Wochenenden unzureichend.

Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
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