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Abfallwirtschaft: Vermeidung soll sich auszahlen

02.07.2016

Wesermarsch Auf den Recyclinghöfen in der Wesermarsch soll als Service das Schreddern von Gartenabfällen angeboten werden. Das Häckselgut soll anschließend vermarktet werden. Das ist eine Forderung im „Zukunftsabfallkonzept Wesermarsch“, das Bündnis 90/Die Grünen im neuen Kreistag umsetzen möchte.

Weitere Forderungen sind die Modernisierung von Recyclinghöfen, die Annahme von Problemabfällen auf allen Recyclinghöfen zusätzlich zum Schadstoffmobil und die Verbesserung der sortenreineren Papierverwertung.

„Unser Konzept basiert auf dem Leitgedanken ,Erst verwerten, dann entsorgen‘“, erklärt Brigitta Rosenow (Lemwerder), die das dreiseitige Papier gemeinsam mit Christina-Johanne Schröder (Berne), Hans-Otto Meyer-Ott (Brake) und Jonas Blanke (Berne) für die Kreis-Grünen erarbeitet hat.

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Getreu diesem Leitgedanken fordern die Grünen bei allen Beschaffungen, Baumaßnahmen und Renovierungen zumindest für Gebäude in Trägerschaft des Landkreises eine Umweltverträglichkeitsprüfung sowie ein wirksames Konzept zur Vermeidung und stofflichen Verwertung von hausmüllähnlichen Gewerbe- und produktionsspezifischen Abfällen.

Biotonne codieren

Um die Bürger zur Müllvermeidung anzuhalten, soll es finanzielle Anreize geben. Beispielsweise soll nach den Vorstellungen der Grünen das Codiersystem der Biotonne als Möglichkeit zum Gebührennachlass genutzt werden, indem die Eigenkompostierung gestärkt wird; außerdem soll es die Wahlmöglichkeit zwischen unterschiedlich großen Biotonnen geben. Zudem soll bei Müllvermeidung die Grundgebühr der Abfuhr abgesenkt werden. Papiertonne, Biotonne und Restmüllbehälter sollen nach realen Kosten abgerechnet werden, gleichzeitig soll die Möglichkeit geschaffen werden, dass beispielsweise Nachbarn sich Abfallbehälter „teilen“.

In einem Modellprojekt sollen zudem Windeln gesammelt und „weitgehend werkstofflich verwertet werden“, sagt Hans-Otto Meyer-Ott. Damit könne beispielsweise die Restmüllgebühr sinken, weil deutlich weniger Abfall anfallen würde.

Damit die Ziele erreicht werden können, soll nach den Vorstellungen der Grünen die Abfallwirtschaft des Landkreises nicht weiter privatisiert werden (Firma Nehlsen hat zurzeit einen 49-Prozent-Anteil), außerdem soll ein dritter Abfallberater eingestellt werden und die Ausbildung zur Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft kontinuierlich gewährleistet werden.

Naturkork sammeln

Als Erfolge in der Wahlperiode 2011 bis 2016 werten die Kreis-Grünen unter anderem die geplante Eröffnung eines Recyclingshofs in Jaderberg noch in diesem Jahr, die Senkung der Abfall-Grundgebühren, das Codiersystem für Biotonnen sowie die erst in diesem Januar eingeführte Naturkorksammlung und die – zurzeit allerdings nur in der Deponie Käseburg angebotene – Kunststoffsammlung.

Torsten Wewer Kanalmanagement / Redakteur
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