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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Interview: „Versorgung hat sich entwickelt“

20.01.2016

Frage: Herr Castens, im Jahr 2010 ist ihre Mutter in Bremen verstorben. Seither haben Sie sich sehr engagiert für eine bessere Hospizversorgung eingesetzt. Was haben Sie bisher erreicht?

Castens: Die Landesparlamente in Niedersachsen, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern und weitere sowie der Deutsche Bundestag haben sich Dank meines Engagements mit der Thematik befasst. Dadurch konnte ich erheblich daran mitwirken, dass das Hospiz- und Palliativgesetz geschaffen wurde, das im April diesen Jahres in Kraft tritt, bei dem ich großartige Unterstützung des Bundestages erhielt. Selbst in der Gesetzgebung konnte ich direktes Material von mir wiedererkennen. Neben der großen und kleinen Politik konnte ich flächendeckend unter anderem auch durch Reportagen in der NWZ  die Gesellschaft im Land erreichen. Für viele Menschen ist es ein stückweit selbstverständlicher geworden, sich mit dem eigenen Lebensende zu befassen.

Frage: Frage: Wie hat sich seit 2010 die Hospizversorgung in der Wesermarsch entwickelt?

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Castens: Grundsätzlich hat sich das Verständnis zur Hospiz- und Palliativversorgung in der Wesermarsch positiv entwickelt, wobei das Palliativnetzwerk Wesermarsch besonders für die ambulante Palliativversorgung zu erwähnen ist. Nun können schwerst- und sterbenskranke Menschen 24 Stunden am Tag in der häuslichen Umgebung und in den stationären Pflegeheimen in der ganzen Wesermarsch medizinisch und pflegerisch begleitet werden, bei dem auch Angehörige berücksichtigt werden. Diese Leistung ist zuzahlungsfrei, muss jedoch vom behandelnden Arzt angeordnet werden.

Frage: Wo sehen Sie weiteren Handlungsbedarf?

Castens: Für den stationären Bereich wünsche ich mir in den Krankenhäusern entsprechende Palliativbetten mit einer guten Versorgung, die durch die ambulanten Hospizdienste begleitet werden können und den Patienten sowie deren Angehörigen ausführlich zur Seite stehen. Hier sollten die Akteure entsprechende Kräfte bündeln, denn nicht jeder Mensch kann ambulant versorgt werden. Im benachbarten Varel wird ein stationäres Hospiz entstehen, dass auch für die Menschen in unserer Region eine Alternative sein kann. Hier wünsche ich mir die Unterstützung der Gesellschaft und Politik, da eine wohnortnahe stationäre Hospizversorgung auch sehr wichtig ist. Nichtsdestotrotz sollten sich weitere Allgemein- und Hausärzte in der Region palliativmedizinisch ausbilden lassen. Sie sind oftmals die Ersten, die mit den Betroffenen in Kontakt kommen. Je mehr palliativmedizinisch ausgebildete Allgemein- und Hausärzte flächendeckend zur Verfügung stehen, desto besser ist die Versorgung der Patienten. Ich wünsche mir zudem eine sehr gute Vernetzung aller Akteure im ärztlichen- und pflegerischen Bereich bei dem Hospizdienste und Trauergruppen eng eingebunden werden sollten.

Frage: Sie haben im November 2015 den Niedersachsenpreis für Bürgerengagement erhalten – die NWZ  berichtete. Werden Sie sich dennoch weiter eine bessere Versorgung von schwerkranken Menschen einsetzen?

Castens: Ja, auf jeden Fall. Für mich wird es neben den üblichen Dingen im Leben weiterhin eine Rolle spielen und eine dauernde Aufgabe bleiben. Ich bin ehrenamtliches Vorstandsmitglied der Infinitas-Kay-Stiftung mit dem Projekt „Ein letzter Wunsch“ und konnte schon viele Herzenswünsche selbst umsetzen, zum Beispiel auch in der Wesermarsch. Wer sieht, was eine gute ganzheitliche Versorgung am Lebensende ausmacht, der kommt so schnell nicht davon, zumindest ist es bei mir der Fall.

Hans-Carl Bokelmann Jade/Ovelgönne / Redaktion Brake
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