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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Auktion: Verstärkter Trend zu weniger Schafhaltern

16.08.2010

RODENKIRCHEN Lautes Blöken verkündete am Sonnabend die große Schafauktion mit vorangehender Prämierung auf dem Marktplatz und in der Hengsthalle. Züchter aus dem Weser-Ems-Gebiet, aber auch aus Schleswig-Holstein, Dänemark, Nordrhein-Westfalen oder Baden-Württemberg reisten an, um sich mit neuem Zuchtmaterial einzudecken.

Vor der eigentlichen Auktion wurden etliche Züchter für ihre Erfolge bei den verschiedenen Rassen mit Plaketten, Ehrenpreisen und Medaillen ausgezeichnet.

Gerd Rüdebusch aus Augustgroden stellte den 1a-Siegerjungbock bei den Suffolk-Schafen aus und erhielt dafür die Silberne Medaille der Landwirtschaftskammer Niedersachsen und eine Sieger-Stallplakette des Landesschafzuchtverbandes Weser-Ems.

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Sein Jungbock wurde später zum rekordverdächtigen Tageshöchstpreis von 1100 Euro versteigert, was die Züchter mit einem kräftigen Applaus bedachten.

Ebenfalls eine Stallplakette erhielten Klaus Wuttge aus Krummhörn, Siegfried Fick aus Drochtersen, Claus Dreher aus Westerstede, Detlef Warnke aus Butjadingen, Heiko Schmidt aus Berne, die Sanders-Kuck GbR und Axel Pistol aus Badbergen.

Mit einer Bronze-Plakette der Landwirtschaftskammer zeichneten Zuchtleiter Klaus Gerdes und Vorsitzender Heiko Schmidt den Züchter Siegfried Fick für seinen Schwarzkopf-Lammbock, Claus Dreher für seinen Suffolk-Lammbock und die Sanders-Kuck GbR für ihren Weißkopf-Lammbock aus.

Maria Rode aus Löningen erhielt eine Ehrenurkunde, ebenso wie Heiko Schmidt. Der Vorsitzende des Landeschafzuchtverbandes blickte besorgt in die Zukunft und sprach von abnehmenden Züchter- und Tierzahlen bei der Schafauktion, wie bereits in den vergangenen Jahren.

Die Nachfrage zu kostendeckenden Preisen sei nicht mehr gegeben und schrecke viele Züchter ab. Dabei sei die Qualität der ausgestellten Tiere im Durchschnitt besser als in den Vorjahren. Absolute Spitzentiere seien aufgetrieben worden.

Bei den sechs Fleischrassen werde gutes Zuchtmaterial angeboten, welches für den wirtschaftlichen Markt notwendig sei. Auch im Zuchtverband gebe es einen Trend zu weniger Haltern und weniger Tieren, so Schmidt. Dies sei ein Generationsproblem, da viele Jungzüchter keine ausreichende Existenzmöglichkeit in der Schafzucht sähen.

Ein weiteres Problem sieht Schmidt in der Zunahme von Biogasanlagen, die den Haltern Flächen streitig machen. Die hohen Pachten, die teilweise um hundert Prozent angestiegen seien, könnten die Schafhalter nicht aufbringen.

Dadurch gehe Vielfalt im Landschaftsbild und in der Landwirtschaft verloren. Das Problem existiere auf den Deichen nicht, aber auf Binnenflächen, wo gerade auch Nebenerwerbs-Schafhalter mit zu hohen Kosten zu kämpfen hätten. Viele gäben daher die Schafhaltung auf.

Schmidt wünscht mehr Unterstützung von der Politik. Er denkt laut über eine Subventionierung der Schafhaltung nach. „Wir sind nicht gegen erneuerbare Energien, aber eine Rentabilität für alle muss erhalten bleiben“, erklärte er angesichts Subventionen für Biogasanlagen.

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