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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

VERSCHLICKUNG: Versuch mit Strohballen vertagt

26.11.2009

FEDDERWARDERSIEL /BRAKE Die Niederlassung Brake von Niedersachsen Ports (das Hafenunternehmen des Landes Niedersachsen) hat vorläufig einen Versuch mit Strohballen im Wattenmeer an der Butjadinger Küste abgeblasen. Es bestehe noch weiterer Abstimmungsbedarf, teilte Harald Ludwig, Projektleiter und Baubevollmächtigter, am Mittwochnachmittag mit.

Nach Informationen der NWZ bezieht sich dieser Abstimmungsbedarf auf die Zustimmung der Butjadinger Krabbenfischer. Mit ihnen sind noch Gespräche nötig.

In dieser Woche sollte nach Angaben von Niedersachsen Ports kurzfristig eine Versuchsstrecke von maximal 250 Metern Länge auf dem Langlütjen-Sand vor Fedderwardersiel eingerichtet werden. Davon sei „aufgrund von weiterem Abstimmungsbedarf vorerst Abstand genommen worden“, so heißt es in der Pressemitteilung.

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Die Versuchsstrecke soll Erkenntnisse liefern für Planungen zur Eindämmung der Verschlickung an der Butjadinger Küste. Ziel der für eine spätere Zeit angestrebten Maßnahmen sei, die Bedingungen für ein- und auslaufende Wasserfahrzeuge in Fedderwardersiel zu verbessern.

Bessere Strömung

Mit den ersten Untersuchungen sollte, so Niedersachsen Ports, geprüft werden, ob sich die Strömungsverhältnisse durch eine Verwallung auf dem Wattrücken zu Gunsten des Fedderwarder Priels verändern lassen. Harald Ludwig: „Dazu sollte ein moderater Eingriff in das Prielsystem vorgenommen werden, die sogenannte Strohballenverwallung.“

Dabei würden die hochdruckgepressten Strohballen durch Holzpfähle gesichert. Sie würden an der vorgesehenen Einbaustelle zwischen der Burhaver Plate und der Tessenser Plate verlegt.

Vorgesehen war, dass hier auf einer Versuchsstrecke von 200 bis 250 Metern Länge die Beständigkeit gegenüber Wind und Wetter sowie die lokale Wirkung als „Sedimentfalle“ getestet werden.

Mit einen solchen Eingriff soll laut Niedersachsen Ports das Einzugsgebiet des inneren Fedderwarder Priels stabilisiert werden. Die Überlegungen gehen zurück auf Untersuchungen der Bundesanstalt für Wasserbau aus dem Jahre 1998. Demnach wird von einer Verwallung auf dem Langlütjen-Sand (örtlicher Sprachgebrauch: Banane) eine erhöhte Anströmung durch die Räumkraft im Bereich der Hafeneinfahrt erwartet.

Gleichzeitig soll das vergrößerte Ebbstromvolumen die Tiefenverhältnisse im inneren Fedderwarder Priel verbessern. Harald Ludwig: „Der Grundgedanke hinter den Planungen zur Verwallung mit Strohballen ist, eine nachhaltige, umweltschonende und wirtschaftliche Methode zu entwickeln, die der grundsätzlichen Verlandungstendenz im Bereich des Fedderwarder Priels entgegenwirkt.“

Fachlich begleitet

Nach Angaben von Niedersachsen Ports wird dieses Vorhaben fachlich von der Forschungsstelle Küste begleitet. Hinsichtlich Naturschutz und nationalparkfachlicher Belange sei die Nationalparkverwaltung eingebunden, hinsichtlich wasserrechtlicher Aspekte der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz. Auch das Wasser- und Schiffahrtsamt Bremerhaven sei an den Vorbereitungen beteiligt.

Wega-Rinne nicht nachhaltig

Ständige Baggerungen sind nach Erkenntnissen von Niedersachsen Ports nicht geeignet, den Verlandungstendenzen nachhaltig entgegenzuwirken. Ständige Eingriffe in die Ökologie durch Baggerungen führen nur kurzzeitig zu Verbesserungen bei den Tiefenverhältnissen.

Die Herstellung der „Wega-Rinne“ (seit langem vom ehemaligen Ausflugsschiffkapitän Elmar Hüttenmeister gefordert) sei „weder nachhaltig noch wirtschaftlich“. Sie erfordere hohe Investitionskosten und nicht unerhebliche jährliche Unterhaltungskosten.

Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
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