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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

GESUNDHEIT: „Vertrag ist ein Hemmschuh“

06.09.2005

WESERMARSCH Der Hausärzteverband fürchtet eine Ausgrenzung mancher Praxen. Einige könnten die Kriterien nur mit erheblichem Aufwand erfüllen.

von lore timme-hänsel

und hans begerow WESERMARSCH - Nach dem Gesundheitsmodernisierungsgesetz soll der Hausarzt als Lotse im Gesundheitssystem fungieren. Das eröffnet Krankenkassen die Möglichkeit, eine so genannte Hausarztzentrierte Versorgung einzuführen. Die Bezirksgeschäftsstelle Wilhelmshaven der Deutschen Angestellten-Krankenkasse (DAK) hat mit der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) einen entsprechenden Vertrag über die Hausarzt-zentrierte Versorgung in Wilhelmshaven, Friesland und in der Wesermarsch abgeschlossen.

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Der Vertrag sieht vor, dass DAK-Versicherte einen Hausarzt ihres Vertrauens wählen, der für sie die gesamte Versorgung koordiniert. Der Hausarzt bildet sich für diese Aufgabe weiter. Für die Versicherten ist die Teilnahme freiwillig, sie müssen die Praxisgebühr nicht mehr entrichten und auch zusätzliche Zahlungen fallen weg.

Beim Deutschen Hausärzteverband, Bezirksverband Wilhelmshaven, stößt der Vertrag auf Kritik. Die Hausärzte müssten sich in diesem Vertrag zu umfangreichen Bedingungen verpflichten, unter anderem zur Einhaltung von Wartezeiten oder einer Abendsprechstunde. Das werde von den Hausärzten kritisch gesehen, erklärt der Arzt Jens Wagenknecht (Varel), Vorsitzender des Bezirksverbandes Wilhelmhaven des Deutschen Hausärzteverbandes. „Einige Hausärzte können aufgrund ihrer Leistungsstruktur nicht am Vertrag teilnehmen und müssen viel Geld und Zeit investieren, wenn sie die vertraglichen Verpflichtungen erfüllen wollen.”

184 Hausärzte sind in Wilhelmshaven, Friesland und in der Wesermarsch niedergelassen, 90 davon sind im Deutschen Hausärzteverband organisiert. Viele der Mitglieder lehnen laut Wagenknecht den Vertrag zwischen KVN und DAK ab und wollen nicht mitmachen. „Dieser Vertrag ist ein Hemmschuh”, sagt er.

DAK-Bezirksgeschäftsführer Hans-Peter Diegel geht „davon aus, dass wir uns einigen werden”. Schließlich habe die DAK mit der Hausarztorientierung etwas für die Versicherten geschaffen, das vom Gesetz her so vorgesehen ist. Auch für die Praxen sei das von Vorteil, schließlich entfalle das Inkasso der Praxisgebühr. Die DAK gehe davon aus, so Diegel, dass die meisten Hausärzte die geforderten Qualitätsmerkmale erfüllen.

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