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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Viele Mitarbeiter vermissen eindeutige Aussagen

01.03.2007

EINSWARDEN EINSWARDEN - Bleischwer lagen gestern die dunkelgrauen Regenwolken über dem Airbus-Werk in Einswarden. Die Stimmung der Beschäftigten nach Bekanntgabe der Sanierungspläne passte sich dem trüben und nasskalten Wetter an. Noch immer herrscht Unklarheit darüber, wie es in Einswarden weitergeht.

Zwar ist Fabian Haase (20) erleichtert darüber, dass das Werk nicht verkauft werden soll. Den Auszubildenden, der seit einem Jahr gleichzeitig ein Studium absolviert, stimmen die Pläne skeptisch, einen Risiko-Partner finden zu wollen. Es sei nicht abzusehen, was auf die Beschäftigen noch zukommt.

Von einem Tod auf Raten spricht Jörn Sieghold (39), seit 21 Jahren bei Airbus tätig. Die Auftragsbücher des Konzerns seien zwar prall gefüllt, aber die Beschäftigten müssten jetzt für die Fehler des Managements herhalten.

Sehr enttäuscht ist Matthias Elver (52). 18 Jahre sei er auf seinen Betrieb stolz gewesen, habe ihn auch aufgrund der Sozialpolitik in den Himmel gelobt. Dass das Werk nicht verkauft worden ist, empfindet er als Erleichterung. Wie es indes weitergeht, bleibt ungewiss. Seine drei Kinder befinden sich noch in der Ausbildung. Wie sicher seine Rentenplanung noch ist, bleibt abzuwarten.

Auch für Axel de Grave (38) kommen die Sanierungspläne einem Sterben auf Raten gleich. Es sei keine Entscheidung gefallen, betont er. Seit 21 Jahren ist er im Airbuswerk beschäftigt. Den Familienvater quält die Ungewissheit, wie es nun weitergeht.

Einen Hoffnungschimmer sieht Andrea Tönjes (36). Das Schlimmste sei nicht eingetreten, jetzt habe man noch die Möglichkeit, das weitere Prozedere mitzugestalten. Sie ist seit 19 Jahren bei Airbus.

Das Werk Nordenham ist laut Heinrich Ostendof (51) nicht gerettet. Die Höchststrafe sei nicht eingetreten, mit den anderen Werken müssten sich die Einswarder solidarisch erklären. Es müssen laut Ostendorf, seit 17 Jahren im Betrieb, Lösungen gefunden werden, die für alle befriedigend sind.

Es stehe noch gar nicht fest, dass das Werk nicht verkauft werde, meint Jörg Blomenkamp (45, seit 27 Jahren im Werk). Wie ein etwaiger Airbus-Partner handeln wird, sei doch völlig ungewiss.

Die Solidarität mit den Kollegen in Varel fordert Thomas Bartsch (46) ein. „Jetzt beginnen erst die Verhandlungen“, merkt er an. Enttäuscht ist auch Rolf Dörrbecker (46), wie Bartsch seit 26 Jahren bei Airbus.

Die Beschäftigten seien sich keiner Fehler bewusst. Das Vertrauen sei erschüttert. Alles sei noch im Unklaren, es werde im luftleeren Raum spekuliert, sagt Frank Stachowiak (49, seit 16 Jahren bei Airbus).

Parallelen zu Betrieben wie Felten & Guilleaume sieht Reiner Kok (43), der seit 16 Jahren bei Airbus arbeitet. „Wir werden kämpfen müssen“, betont er. CFK-Segmente müssten auch am Airbus-Standort in Einswarden gefertigt werden. In absehbarer Zeit gingen sonst die Lichter aus, ist er überzeugt.

Airbus-beschäftigte zwischen hoffen und bangen

Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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