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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Finanzen In Nordenham: Stadt prüft Verkauf des Tierheims

05.12.2019

Volkers Für das Tierheim in Volkers sucht die Stadt Nordenham einen neuen Leiter und hat auch schon einige Bewerbungen vorliegen. Doch inzwischen gibt es einen Plan B: Im Rathaus laufen Überlegungen, die Einrichtung zu verkaufen. Das hat der stellvertretende Chef der Stadtverwaltung, Bert Freese, auf Nachfrage der NWZ bestätigt. „Wir prüfen diese Möglichkeit zurzeit“, sagte er. Eine Veräußerung des Tierheims wäre ganz im Sinne der Stadtratsfraktionen von CDU, FDP und WIN. Mit Blick auf die leeren Kassen der Stadt schlagen sie vor, die Immobilie an der Deichstraße 150 zu versilbern. „Es ist nicht Sache einer Kommune, ein Tierheim zu unterhalten“, sagt FDP-Vormann Manfred Wolf. Das könnte in Zukunft ein privater Betreiber übernehmen.

1989 eröffnet

Dass die Stadt Nordenham bislang als einzige Kommune in der Wesermarsch über ein eigenes Tierheim verfügt, hat historische Gründe. Das Ehepaar Hildegard und Eduard Moyzes hatte der Stadt sein Vermögen mit der Auflage vermacht, damit ein Tierheim zu finanzieren. Dank dieser Zuwendung konnte 1989 die Aufnahmestation in Volkers eröffnet werden.

Das damals in eine Stiftung überführte Moyzes-Vermögen ist allerdings schon seit einigen Jahren aufgebaucht. Das hat zur Folge, dass die Stadt die Kosten für Unterhaltung und Betrieb mit eigenen Mitteln aus ihrem Haushalt begleichen muss. Die Einnahmen, die in erster Linie durch Vermittlungsgebühren erzielt werden, reichen zur Deckung der Ausgaben bei weitem nicht aus. Das Defizit schlägt mit rund 12 000 Euro im Jahr zu Buche.

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Angesichts der finanziellen Notlage, in der sich die Stadt Nordenham aufgrund der beträchtlichen Einbrüche bei den Gewerbesteuern befindet, fordern CDU, FDP und WIN eine Privatisierung des Tierheims. Das Thema wollen sie in den anstehenden Haushaltsberatungen zur Sprache bringen.

Der Gedanke ist für Vize-Verwaltungschef Bert Freese nicht neu. Nach seinen Angaben wäre es vorstellbar, das Gebäude zu veräußern und mit dem künftigen Eigentümer eine Vereinbarung abzuschließen, nach der er dort weiterhin eine Auffangstation für herrenlose Tiere betreibt. Auf diese Weise könnte die Stadt auch ihre gesetzliche Verpflichtung erfüllen, eine Unterkunft für Fundtiere vorzuhalten. Dafür war früher der Bauhof zuständig. Der Tierheimbetreiber würde die Betreuung übernehmen und die Dienstleistung bezahlt bekommen. Zudem könnte er dort Pflegetiere im privaten Auftrag beherbergen.

Die Verkaufslösung hätte für die klamme Stadt Nordenham den Vorteil, dass sie die Kosten für die Gebäudeunterhaltung und -reinigung vom Hals hätte. Und je nach Höhe des Erlöses könnte die Veräußerung der Immobilie zur Entlastung des Investitionsbudgets beitragen.

Die für einen Verkauf notwendige Auflösung der Moyzes-Stiftung stellt laut Bert Freese keine Hürde dar, weil deren Wirtschaftlichkeit nicht mehr gegeben sei. Doch bei allen Überlegungen macht er eins zur Bedingung: „Auf jeden Fall muss das Tierwohl gewährleistet sein.“

Mehrere Interessenten

Die Stadt befindet sich mit mehreren Interessenten für die Tierheimleitung im Gespräch. Dabei soll ausgelotet werden, ob für sie auch ein Erwerb der Einrichtung in Betracht kommt.

Bis zum 1. März müssen die Weichen gestellt sein. Dann verabschiedet sich die jetzige Leiterin Jacqueline Adamietz. Sie hat gekündigt, weil sie mit ihrem Mann einen Resthof übernommen hat und dort eine Tierpension betreibt. Die Doppelbelastung sei auf Dauer zu viel, sagt Jacqueline Adamietz. Den Job in der Einrichtung in Volkers hatte sie im Oktober 2017 angetreten.

Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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