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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Hündin Susi ist wieder auf den Beinen

27.09.2018

Volkers Fröhlich läuft die kleine Susi im Garten des Moyzes-Tierheims umher. Ein bisschen wackelig ist die neun Jahre alte Zwergpinscherdame zwar noch auf den Beinen, aber dafür, dass sie erst am Montag eine schwere Operation über sich ergehen lassen musste, ist sie schon wieder „top fit“, sagt Jacqueline Adamietz, die seit einem Jahr das Tierheim leitet.

Kirschgroße Tumore

Susi war über das Veterinäramt ins Tierheim gekommen. Die kleine Hündin hatte zwei sogenannte Mammatumore, also Tumore am Gesäuge. Die Wucherungen waren bereits etwa kirschgroß. Die Stadt Nordenham hält für das Tierheim zwar ein Budget für Tierarztkosten bereit. Doch dieses Budget ist begrenzt, „und so eine Operation ist ziemlich teuer“, weiß die Tierheimleiterin. „Wir hätten Susi auch krank vermitteln können, aber das wollten wir nicht. Wir wollten, dass ihr schnell geholfen wird“, erzählt die 24-Jährige. Deshalb startete sie einen Spendenaufruf im Internet.

„Schon am ersten Tag ist der Betrag in die Höhe geschnellt“, freut sie sich. „Wir hatten am ersten Abend richtig Pippi in den Augen“, erinnert sie sich. Eine Woche lang ließ sie den Aufruf im Internet. Insgesamt 607 Euro kamen zusammen. Eine Spenderin meldete sich noch ein wenig später und entschied sich, trotzdem zu spenden, obwohl schon genug Geld für die Operation und die anschließende Behandlung vorhanden war. „Teilweise sind die Leute hier her gekommen und haben uns 100 Euro in die Hand gedrückt. Aber auch über die kleinen Beträge von drei oder vier Euro haben wir uns sehr gefreut, die können den Ausschlag geben“, sagt sie. Damit Susi Ruhe bekommt, haben Jacqueline Adamietz und ihr Mann die kleine Hündin erstmal in ihr Haus auf genommen. Mit zwei weiteren Hunden im Hundezwinger wäre es für die Zwergpinscherdame zu turbulent gewesen. Die Herzen der Tierheimmitarbeiter hatte der Zwergpinscher schnell erobert. „Sie ist hier die Queen. Sie hat sogar einen Thron. Sie sitzt immer ganz oben auf einem Deckenstapel“, erzählt Jacqueline Adamietz. Damit sich Susi die Operationswunden nicht wieder aufknabbert, muss sie zurzeit einen Body tragen. Nun wartet die Tierheimleiterin auf den endgültigen Befund. Die Wucherungen wurden ins Labor geschickt, um abzuklären, um was genau es sich handelt.

Zurzeit leben neben Susi noch zwei Hunde im Tierheim. „Hier haben wir im Moment einen Aufnahmestopp. Zwar haben wir insgesamt vier Hundezwinger, aber zwei davon sind so klein, dass wir wirklich nur sehr kleine Hunde aufnehmen können. Der Aufenthalt im Zwinger ist für die Hunde natürlich immer mit Stress verbunden“, sagt die Tierheimleiterin. Außerdem haben vier Kaninchen derzeit ein Zuhause im Tierheim, zwei Hamster, ein Wellensittich, zwei Degus – eine in Chile heimische Nagetierart – und schließlich 13 Katzen. Sie alle sind herrenlose Tiere.

Unterstützung bekommt die Tierheimleiterin von drei ehrenamtlichen Helfern, die regelmäßige Dienste im Tierheim übernehmen, und einer zusätzlichen „Springerin“, die einspringt, wenn Not am Mann ist. „Meinen Helfern gebührt ein wirklich ganz, ganz großer Dank. Ohne sie würde es hier nicht laufen“, betont Jacqueline Adamietz.

Neben der Versorgung der Tiere gehören Fahrten zum Tierarzt und das „Einsammeln“ von Fundtieren zu ihren Aufgaben. Auch das Grundstück des Tierheims muss gepflegt werden, und die strengen Hygienevorschriften für Tierheime muss Jacqueline Adamietz natürlich auch einhalten. „Mit Streicheln und Füttern ist die Arbeit im Tierheim nicht getan“, sagt sie.

Nie langweilig

Es vergehe kein Tag, an dem sie nicht etwas für das Tierheim tue, sagt sie. Dafür werde es aber auch nie langweilig. Im Haus und am Grundstück ist immer etwas zu tun. Ein langgehegter Wunsch der Tierheimleiterin ist ein neuer Zaun für das Grundstück und die einzelnen Bereiche.

Zwar hat die Stadt ein Budget für das Tierheim, doch „um die Kosten möglichst gering zu halten, sind wir auf Spenden angewiesen“, sagt Jacqueline Adamietz. Spendenquittungen gibt es über die Stadt.

Das Tierheim ist immer mittwochs von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Wer sich für ein Tier interessiert, etwas spenden, über das Heim informieren oder Tipps für sein eigenes Haustier bekommen möchte, ist zu den Öffnungszeiten willkommen.

Merle Ullrich Nordenham / Redaktion Nordenham
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