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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Vom Autodidakten zum etablierten Maler

20.06.2007

BRAKE Die Doppelendfähre „Coastal Renaissance“ist im April bei der Flensburger Schiffbau-Gesellschaft vom Stapel gelaufen und wird im September an die Reederei in Vancouver übergeben. In der Sonderausstellung des Schiffahrtsmuseums über den Marinemaler Jochen Sachse ist das Fährschiff bereits in Betrieb. Zum Studium der Fährverbindungen und der Landschaften für das Bild hat der 77-Jährige extra eine Kreuzfahrt nach Alaska unternommen.

Die Sonderausstellung zeichnet Sachses Entwicklung vom Autodidakten zum etablierten Marinemaler nach. Zu sehen sind Bleistift- und Federzeichnungen aus der Studienzeit, die ersten Originale aus den 60-er Jahren und eben die jüngste Auftragsarbeit. Seine Bilder beruhen auf den Konstruktionszeichnungen der Schiffe, die erst noch gebaut werden und manchmal, wie der Flugzeugträger „Graf Zeppelin“, nie fertig gestellt worden sind. Die Schiffsportraits sind technisch exakt ausgeführt, was von einem Schiffsbau- und Wirtschaftsingenieur auch nicht anders erwartet wird. Sie bestechen aber zugleich durch ihre Wellenlandschaften und Himmelsgestaltungen, die vielfältig und immer wieder anders sind. Sie sind das Ergebnis intensiver Natur- und Landschaftsstudien auf 30 Seereisen seit den 50-er Jahren.

Sachse hat über 300 Bilder gemalt, 70 sind noch bis zum 15. Juli im Schiffahrtsmuseum zu sehen. „Es ist die umfangreichste Ausstellung seiner Arbeiten“, betont Wolf Kannowski. Der Museumsmitarbeiter kennt Sachse seit 30 Jahren, er hat die Ausstellung zusammengestellt, die kurzen und informativen Texte zu den ausgestellten Bildern sowie einen ausführlichen Katalog verfasst, der im Museum erhältlich ist.

Sachses Bilder, zumeist Auftragsarbeiten für Werften und Reedereien, werden heute hoch gehandelt. Originale sind begehrt und haben ihren Preis. Von den Bildern in der Sonderausstellung sind 30 Prozent Originale, aber auch die Drucke sind von so guter Qualität, dass sie vom Original kaum zu unterscheiden sind.

Die Bilder dokumentieren die Schifffahrtsgeschichte seit den 50-er Jahren des 20. Jahrhunderts und insbesondere die Entwicklung der Schiffstechnik. Auch Schiffsbilder aus der Unterweser-Region sind vertreten, beispielsweise die Motoryacht, die bei Abeking & Rasmussen in Lemwerder für Karim Aga Khan gebaut wurde, oder der Dreimast-Schoner „Anny“, der 1914 auf der Lühring-Werft vom Stapel lief und seit 1985 als „Anny von Hamburg“ unter der Flagge Antiguas fährt. Stolz ist Wolf Kannowski auch auf das Original des Segelschulschiffes „Deutschland“, das vor genau 80 Jahren vom Stapel lief.

Die Sonderausstellung im Schiffahrtsmuseum, Breite Str. 9, ist Dienstag bis Sonntag jeweils von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

Mehr Infos unter

www.schiffahrtsmuseum-brake.de

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