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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Vom Streichhobel zum Doppelrumpf

16.05.2006

LEMWERDER /SCHöNEBECK Im Schloss Schönebeck sind zahlreiche Fotos und Exponate zu sehen. Die Ausstellung dauert bis zum 25. Juni.

von Axel Zimmermann LEMWERDER/SCHÖNEBECK - Noch bis zum 25. Juni können sich Besucher des Heimatmuseums Schloss Schönebeck über die Geschichte der Schiffs- und Yachtwerft Abeking & Rasmussen informieren. Unter dem Titel „Schiffbau – vom Streichhobel zum SWATH“ zeigt eine neue Ausstellung die Entwicklung des Lemwerder Unternehmens.

Vor 99 Jahren begannen die Georg Abeking und Henry Rasmussen an der Weser mit dem Bau kleiner Boote und Yachten aus Holz. „Damals spielten der lange Streichhobel und das handwerkliche Können der Bootsbauer die entscheidende Rolle“, betonte Dr. Claas Spethmann, A&R-Geschäftsführer bei der Eröffnung der Ausstellung. Grund genug für die Ausstellungsmacher, die alten Werkzeuge – Zirkel, Hobel und Sticheisen – zu präsentieren.

Die Schau macht deutlich, wie sehr die technische Entwicklung dem Schiffbau prägt. Heute werden selbst schmucke Segelyachten nicht mehr aus Holz, sondern aus Stahl oder Aluminium gebaut. Auch werden die Schiffe heute überwiegend am PC konstruiert, modernste Maschinen kommen dann bei der Fertigung von Segmenten zum Einsatz.

Baute A&R zunächst Yachten, Fischkutter und Rettungsboote, erfolgte Ende der 20er Jahre mit dem Bau von Minensuchern der Einstieg in das Rüstungsgeschäft. Spezialfahrzeuge, aber vor allem Segel- und Motoryachten aus dem Hause A & R erfreuten und erfreuen sich weltweiter Wertschätzung. Monarchen und Prominente ordern in Lemwerder. So baute man 1972 für Aga Khan die damals mit 46 Knoten schnellste Motoryacht der Welt.

War es im Schiffsbau lange Zeit Usus, Schiffsteile zu nieten, wurden bei A & R bereits 1963 die ersten Alu-Schiffe voll geschweißt. „Heute ist dieses Verfahren im modernen Schiffbau an der Tagesordnung“, so Spethmann.

Unternehmerischen Mut bewies Werftchef Hermann Schaedla mit der Übernahme einer Idee aus den USA, nämlich Doppelrumpfschiffe nach dem SWATH-Konzept (Small Waterplane Area Twin Hull) zu bauen. Bislang acht besonders seetüchtige SWATH-Schiffe lieferte A&R ab. Weitere sollen folgen. Auch die SWATH-Technologie wird in Schloss Schönebeck dargestellt. Infos 0421/623432 (Schloss Schönebeck).

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