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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Flurbereinigung: Vorstandswahl erfordert langen Atem

02.04.2011

RODENKIRCHEN Es war ein langer, mühsamer und zeitaufwendiger Weg bis zur Wahl des Vorstands der Teilnehmergemeinschaft des Flurbereinigungsverfahrens Schwei. Zehn Jahre gingen bis zum Wahltermin ins Land. Als es am Donnerstagabend dann endlich soweit war, mussten sich die Teilnehmer noch einmal in Geduld üben. Nach einer rund sechsstündigen Marathonsitzung standen schließlich die neun Vorstandsmitglieder und deren neun Vertreter fest. Die Wahlbeteiligung lag bei rund 54 Prozent.

Beginn mit Verspätung

Noch vor Beginn der Sitzung hatte sich eine lange Schlange vor der Markthalle gebildet. Die Registrierung der Wahlberechtigten nahm mehr Zeit in Anspruch, als geplant. Und so begann die Veranstaltung mit einstündiger Verspätung. Unklarheit herrschte in der mit mehr als 300 Teilnehmern gut besuchten Markthalle dann über den Wahlmodus. Sollte der Vorstand in einem Zug nach dem Regelfall, oder getrennt nach den drei Schweier Bezirken gewählt werden? Die Teilnehmer hatten sich eine Wahlsatzung zu geben.

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Den Vorschlag, pro Bezirk drei Vorstandsmitglieder und jeweils drei Vertreter zu wählen, stellte der Projektleiter Klaus Speckmann vom Landesamt für Geoinformation und Landesentwicklung (LGLN), Regionaldirektion Oldenburg, genauso wie den unkomplizierteren Regelfall vor. Sechs Wahlgänge gegenüber zwei wären nötig gewesen. Die Meinungen waren geteilt. Sie reichten von „eine unnötige Komplizierung“ und „bessere Sachkunde vor Ort“ bis hin zu der Meinung, dass die Abgrenzung der Bezirke nicht zu kontrollieren sei.

„Alle können alle wählen“

Der Satz „Alle können alle wählen“ machte die Runde, wobei bezüglich der Bezirke unterschieden werden sollte. Klaus Speckmann merkte an, dass doch nur diejenigen, die in dem Bezirk wohnten, auch wählen sollten. Als ein Teilnehmer öffentlich betonte, bei jeder Wahl mitstimmen zu wollen, erkannte Klaus Speckmann einen „schweren Mangel“ des von ihm vorgestellten Modus und blies daraufhin die Wahl nach Bezirken zum Erstaunen vieler Versammlungsteilnehmer ab. Das Landesamt habe zwar das Verfahren vorgestellt, dabei aber im Vorfeld Vorschläge und Wünsche der Teilnehmergemeinschaft aufgegriffen und umgesetzt, sagte Klaus Speckmann. Es war eine Kehrtwende, obwohl das Amt die Vorzüge der dreigeteilten Wahl gepriesen hatte. Die Wahl nach dem Regelfall sei nun zu praktizieren, sagte der Projektleiter.

Nachdem sich die Kandidaten vorgestellt hatten, wurden zuerst die neun Vorstandsmitglieder gewählt. Insgesamt standen 19 Namen auf einer Liste. Die 217 Wahlberechtigten konnten einen bis maximal neun Kandidaten in geheimer Abstimmung wählen. Es standen vier Wahlkabinen zur Verfügung. Das Ergebnis stand um kurz nach 23 Uhr fest. Sieben Mitglieder des Landvolkvereins Schwei hatten den Sprung in den Vorstand geschafft. Die meisten Stimmen heimsten Jürgen Rohde (117), Burchard Wulff (114) und Walter Damken (107) ein. Die Wahl der Stellvertreter verlief nach dem gleichen Modus. Alle neun Kandidaten des Landvolkvereins Schwei wurden gewählt. 17 Versammlungsteilnehmer kandidierten. Die Versammlung endete gegen 1 Uhr.

Kritische Stimmen

Es gab kritische Stimmen. „Ein Amtsvorschlag, der angefochten werden kann, hätte nicht vorgestellt werden dürfen“, betonte Günter Busch, CDU-Fraktionschef im Stadlander Gemeinderat. Dass man viel Zeit hätte sparen können, vor allem auch wenn mehr als zwei Leute die Stimmen ausgezählt hätten, sagte ein anderer Teilnehmer.

Dem Vorstand gehören Jürgen Rohde, Burchard Wulff, Walter Damken, Dettmer Padeken, Otto-Hermann Witting, Hans-Gerd Westerholt, Jan-Gerd Sommer, Jürgen König und Holger Busch an.

Zu Vertretern wurden gewählt Franz-Josef Kaiser, Jan-Bernd Schomaker, Arnold Jansen, Hergen Wiese, Hajo Schomaker, Heiner Reiners, Cord Diekmann, Hermann Hecht und Werner Ramke.

Die Wahl des Vorstands-Vorsitzenden erfolgt am Mittwoch, 6. April. Beginn ist um 14 Uhr im Ratssaal der Gemeinde Stadland. Dann werden den Vorstandsmitgliedern auch deren Vertreter zugeordnet.

Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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