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Bauwerk: Wahrzeichen öffnet                               seine Türen

27.09.2014

Brake Knapp zwei Jahre wurde geplant, konzipiert und gewerkelt. Zwei anstrengende Jahre, doch mit dem Ergebnis sei sie zufrieden, sagt Dr. Christine Keitsch, Leiterin des Schiffahrtsmuseums, und blickt am Telegraphen empor. „Brakes Wahrzeichen strahlt jetzt wieder“, sekundiert ihr der städtische Bauamtsleiter Matthias Wenholt.

Wobei strahlen das falsche Wort für den sanierten, 1846 errichteten und heute denkmalgeschützten Telegraph ist. „Denkmalgerecht saniert wurde er“, sagt Wenholt, „ohne, dass er mit irgendwelchem Firlefanz versehen wurde“. Zum Tragen kommen soll auf diese Weise auch die ursprüngliche Funktion des Gebäudes, das einst als optischer Telegraph diente.

Ein Konzept, dass sich auch im Inneren auf den insgesamt sieben Stockwerken widerspiegelt. „Was von außen sichtbar ist, soll auch im Innenraum wiederzufinden sein“, sagt Jens Imig von der Berliner Firma Gewerk, die bereits die Gestaltung des Elsflether Hauses des Schiffahrtsmuseums übernommen hatte.

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Die aus dem Jahre 1960 stammende Dauerausstellung wurde vollkommen neu konzipiert, die einzelnen Exponate gelungen in Szene gesetzt und arrangiert. Keine leichte Aufgabe, weiß Imig zu berichten, „die hohe Exponatsdichte sowie die kleinteilige Gebäudestruktur haben uns hierbei vor Herausforderungen gestellt“.

Drinnen laufen die allerletzten Arbeiten, bevor an diesem Sonnabend, ab 14 Uhr, dann die Öffentlichkeit die Gelegenheit hat, ihren Telegraphen wieder zu besuchen. Es wird geputzt und gewerkelt, doch Museumsleiterin Keitsch wirkt zufrieden. „Es fehlt uns nur noch ein alter Tresor aus dem 19. Jahrhundert, der die Prosperität der Stadt ausdrücken soll“, erklärt sie, während sie durch die verschiedenen Abteilungen der Ausstellung wandert.

Statt vollgepackter Vitrinen erwartet die Zuschauer nun eine Ausstellung, die durch Elemente wie beispielsweise Hörstationen aufgelockert wird. Auch ein weiterer Kritikpunkt wurde angegangen: „Unsere Besucherbefragungen in den vergangenen zwei Jahren haben ergeben, dass mehr Sitzmöglichkeiten gewünscht werden“, erklärt Christine Keitsch. Diesem Wunsch wurde mit Hockern im obersten Stockwerk, das einen guten Blick auf Brake und den Hafen ermöglicht, einer Sitznische und einem eigens eingekauften Sofa aus dem 19. Jahrhundert entsprochen.

Die Wiedereröffnung am Sonnabend, der eine Eröffnungsfeier für die Stiftungen und Sponsoren um 11 Uhr vorausgeht, soll mit einem bunten Fest an der Kaje erfolgen. Neben Führungen durchs Haus gibt es im Festzelt auch Aktionen für Kinder und Jugendliche sowie Musik von den Gruppen „Crossjack“ und der Folkformation „Feleboga“, die zudem einen Workshop anbieten wird.

Martin Thaler Volontär / NWZ-Redaktion
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