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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Weltkulturerbe ist weiter Thema

13.11.2013

Moorriem Im Bauausschuss des Kreistages ist am Montag ein Fragenkatalog beantwortet worden, den die Elsflether Ratsherren Volker Osterloh (CDU), Wolfgang Nieß (SPD) und Horst Kortlang (FDP) zum Thema „Weltkulturerbe Moorriem“ eingereicht hatten (die NWZ  berichtete).

Im Zusammenhang mit der Berichterstattung über die mögliche Beantragung Moorriems als Weltkulturerbe wies jetzt Volker Osterloh darauf hin, dass er nicht gegen Windkraft sei. „In jeder Ratssitzung, wo das Thema auf der Agenda stand, habe ich mich positiv dazu geäußert“, machte er gegenüber der Nordwest-Zeitung deutlich. Zudem sei das Wort „Industrialisierung Moorriems“ noch nie über seine Lippen gekommen.

Nach den Worten von Volker Osterloh machen Konverterstationen und Umspannwerke wirtschaftlich in Moorriem keinen Sinn. In einer Stellungnahme zum Netzentwicklungsplan 2012 hatte er vor einem Jahr dazu Stellung bezogen: „Es würde aus technischer Sicht keinen Sinn machen, den Offshore erzeugten Gleichstrom küstennah in Wechselstrom umzuwandeln. Die Weiterleitung von Wechselstrom sei mit größeren Verlusten verbunden, als der Transport von Gleichstrom in der HGÜ-Technologie.“

Bei der Sitzung des Bauausschusses im Kreishaus standen nun aber Fragen zum Weltkulturerbe im Mittelpunkt. Und dabei zeigte sich, dass sich der Landkreis mit möglichen Auswirkungen durch die Aufnahme Moorriems als Weltkulturerbe mangels Auftrag nicht befasst hat. Bezüglich der Entwicklung und Modernisierung der Landwirtschaft seien negative Auswirkungen derzeit nicht bekannt, hieß es. Wie weiter festgestellt wurde, sei die Sicherung von Flächen zur Nutzung der Windenergie im Rahmen kommunaler Bauleitplanung aufgrund der bestehenden Rechtslage vorzunehmen.

Ob Aussichten auf Erfolg bestehen, Moorriem in den Kreis des Weltkulturerbes aufzunehmen, ist fraglich. Die Kulturlandschaft Moorriem könne hinsichtlich der Ortslage und seines Umgebungsbereichs nach derzeitiger Befundung als hochwertvoll und einzigartig mit einem sogenannten Alleinstellungsmerkmal festgesellt werden. Aus dieser Feststellung bestehe ein realistischer Erfolg zumindest hinsichtlich der Aufnahme in die Vorschlagsliste der Unesco, hieß es.

Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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