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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Weniger Verfahren gegen Jugendliche

13.03.2013

Brake Die Zahl der vor dem Braker Amtsgericht verhandelten Strafsachen ist im Jahr 2012 zwar leicht gesunken, trotzdem bewegt sich das Arbeitsaufkommen für die Gerichtsmitarbeiter im Vergleich zu 2011 insgesamt auf gleichbleibend hohem Niveau. Das geht aus der Jahresbilanz hervor, die Amtsgerichtsdirektorin Brigitte Meyer-Wehage gemeinsam mit Geschäftsstellenleiter Ralf Schütte am Dienstag vorstellte.

Danach wurden im vergangenen Jahr 119 Anklagen gegen Jugendliche verhandelt, sechs weniger als 2011. Die Zahl der Anklagen gegen Erwachsene ist im Jahresvergleich um acht auf aktuell 160 gesunken. Vor dem Jugendschöffengericht wurden 222 Anklagen verhandelt (2011: 240), während die Zahl der Verhandlungen vor dem Schöffengericht von fünf im Jahr 2011 auf 14 angestiegen ist.

Bei diesen Gesetzesverstößen seien keine Delikte besonders häufig verhandelt worden, so Meyer-Wehage, vielmehr sei es „die ganze Palette von Diebstahl bis zu Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz“ gewesen.

Dass die Anzahl der Verhandlungen vor dem Schöffengericht angestiegen ist, erklärte Meyer-Wehage mit einer besonders umfangreichen Verhandlung, die mehrere Verfahren nach sich gezogen habe.

Ebenfalls zurückgegangen ist die Zahl der Zivilprozesse – von 801 auf 521. Die hohe Zahl im Jahr 2011 erklärt sich aus den damals anhängigen Klageverfahren gegen die EWE wegen der Gaspreiserhöhung (die NWZ  berichtete).

Von den 460 Familiensachen waren 124 Ehescheidungen. Das sind drei weniger als 2011. Dagegen ist die Zahl der Betreuungsverfahren von 841 auf 899 gestiegen. Hier wirke sich der demografische Wandel aus, sagte Ralf Schütte. Immer mehr ältere Menschen müssten betreut werden.

„Es wird viel gekauft und verkauft“, erklärte Schütte die hohe Anzahl von Grundbuchsachen. In 1199 und damit 33 mehr Fällen als 2011 mussten Eigentumsveränderungen oder Erbbaurechte eingetragen werden, und in 2662 (2011: 2518) waren Veränderungen oder Löschungen von Rechten vorzunehmen.

Dass die wirtschaftliche Lage stabil ist, zeige sich auch bei den Vollstreckungen durch Gerichtsvollzieher. Zwar hat diese Zahl mit 3114 leicht zugenommen gegenüber 2011 (3080), aber im Vergleich zu den Jahren davor ist sie deutlich gesunken. 2007 gab es noch 3912 Vollstreckungsaufträge.

Das Amtsgericht ist zuständige für die mittlere und südliche Wesermarsch, mit dem Schiffsregister sogar für den gesamten Landkreis. Zurzeit sind am Amtsgericht Brake vier Richter, sechs Rechtspfleger, 13 Angestellt oder Beamte im mittleren Dienst, zwei Wachtmeister und eine Reinigungskraft beschäftigt.

Torsten Wewer Elsfleth / Redaktion Brake
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