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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Wie gut sind die Deiche in der Wesermarsch?

08.11.2014

Wesermarsch /Brake Die Deiche in der Wesermarsch weisen einen guten Pflegezustand auf und sind sicher. Dieses Fazit zog Matthias Wenholt, Baudezernent des Landkreises, nach der jüngsten Deichschau. Nachdem die Kommission die 140 Kilometer lange Deichlinie, für die der II. Oldenburgische Deichband zuständig ist, inspiziert hatte, fand die Abschlussbesprechung in Brake statt.

Ein Problem bereitete dem Deichband nach Auskunft von Vorsteher Burchard Wulff einmal Treibgut, das an die Deiche geschwemmt wird. Allein Orkan „Xaver“ bescherte den Deichschützern von Anfang Dezember vergangenen Jahres 40 000 Kubikmeter Treibgut. Bis Ende Juni waren die zwölf Mitarbeiter des Bauhofs des Deichbands damit beschäftigt, das Material abzufahren. Drei Monate hatten sie Zeit für andere Dinge, dann kam schon die erste Herbststurmflut und brachte neues Treibgut. Das Material wird an drei Stellen in der Wesermarsch „verkuhlt“, nämlich auf der Fläche am Schweiburger Siel sowie in Beckmannsfeld und auf dem Blexer Groden. „Xaver“ brachte nicht nur Unmengen Treibgut, sondern ruinierte auch Zäune mit einer Gesamtlänge von 35 Kilometern. Dem Deichband entstanden dadurch zusätzliche Kosten von insgesamt mehr als 400 000 Euro.

Der Deichband hat 2014 verschiedene Baumaßnahmen abgeschlossen. Die größte davon stellte die Ertüchtigung des Deichs im Bereich des Langwarder Grodens dar, in die seit 2012 mehr als 8 Millionen Euro geflossen sind. Im Zuge der Erhöhung und Verstärkung des Hauptdeichs zwischen Schweiburgermühle und Sehestedt ist die Vorbelastung erfolgt. Ab Frühjahr 2015 soll das Deichprofil erstellt werden. Dafür soll erstmals seit langem wieder außendeichs Klei entnommen werden, und zwar am südlichen Jadebusen.

In Brake bleibt eine problematische Stelle das östliche Ende des Sieltiefs. Durch ein altes Sielbauwerk, das unter den Siloanlagen im Hafen liegt, wird das Wasser in die Weser geleitet. Das Bauwerk ist seit Jahren ein Sorgenkind des Deichbands. Laut Burchard Wulff haben Ingenieure inzwischen mehrere Optionen erarbeitet, um diese Schwachstelle auszumerzen. Wie Wulff andeutet, könnte es darauf hinauslaufen, dass das Wasser künftig über das Käseburger Sieltief „abgeschlagen“ wird, das zu dem Zweck ertüchtig werden müsse. Mit der Realisierung einer „nachhaltigen Lösung“, so Wulff, soll 2017 begonnen werden.

Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
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