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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Diskussion In Der Wesermarsch: Landwirte stehen unter Druck

30.01.2020

Wesermarsch Mit deutlichen Worten fasste der CDU-Landtagsabgeordnete Björn Thümler die Ergebnisse eines zweistündigen Dialoges mit kritischen Landwirten aus der Wesermarsch zusammen, der in seinem Bürgerbüro in Berne stattfand. „Die Landwirte kämpfen um ihr Überleben“, betonte Thümler nach dem Treffen mit drei Wesermarsch-Vertretern des Bauern-Zusammenschlusses Land schafft Verbindung (LSV). Der Christdemokrat mahnte: „Wir Politiker und die gesamte Gesellschaft müssen auf die Hilferufe, die zuletzt bei den Trecker-Demonstrationen unübersehbar und unüberhörbar wurden, schnell und angemessen reagieren.“ Dieser Berufsstand sei gerade für die Wesermarsch von existenzieller Bedeutung.

Zum Meinungsaustausch hatte Björn Thümler die LSV-Aktivisten Rainer Mönnich, Mathias Arning und Thomas Müller eingeladen. Der Berner CDU-Gemeindefraktionsvorsitzende Karl-Ernst Thümler diskutierte mit.

Deutlich wurde während der Diskussionsrunde, dass sich die Landwirte an verschiedenen Stellen unter massivem Druck sehen. Beispiel: eine pauschale Düngungsabsenkung um 20 Prozent. Diese lässt sich nach Thümlers Auffassung zwar nicht mehr verhindern, aber zumindest müsse hier das Verursacherprinzip gelten.

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Ein wichtiger Kritikpunkt bleiben auch die Nitrat-Messstellen. Sowohl die LSV-Vertreter als auch der CDU-Landtagsabgeordnete waren sich darin einig, dass nicht selten Zweifel an den Messergebnissen berechtigt seien – etwa, wenn ignoriert werde, dass Grünland Nitrat binde. Björn Thümler brachte es auf den Punkt: „Auf Grünland machen rote Gebiete im Grunde genommen keinen Sinn.“ Er erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass das Messstellen-Netzwerk in Niedersachsen einem Kabinettsbeschluss zufolge 2020 überprüft werden muss.

Vom SPD-geführten Bundesumweltministerium erwartet der Landtagsabgeordnete im Wege einer Bundesverordnung das Festschreiben bundesweiter Standards für ein einheitliches Grundwassermessnetz.

Doch den Landwirten wird auch anderweitig das Leben schwer gemacht. So beklagte Thomas Müller die immer mehr um sich greifende Bürokratie: „Als ich vor 22 Jahren meine Lehre angefangen habe, standen zwei Aktenordner in meinem Büro. Nun sind es 50 bis 60.“ Fast die Hälfte seiner Arbeitszeit verbringe er bereits am Schreibtisch, empörte sich Müller.

Mathias Arning beklagte: „Oft sind die Landwirte die alleinigen Sündenböcke.“ Das gelte beispielsweise für das Insektensterben. Hier werde in der öffentlichen Diskussion häufig außer Acht gelassen, dass es mehrere Ursachen habe.

Rainer Mönnich bedauerte, dass „die Masse der Verbraucher“ nach wie vor möglichst wenig Geld für Lebensmittel ausgeben wolle. Damit einher gehe eine Geringschätzung der Landwirtschaft, die sich immer stärker gesamtgesellschaftlich bemerkbar mache.

„Dieser Entwicklung müssen wir uns entgegen stellen“, forderte Björn Thümler. Schließlich sicherten die Landwirte nicht nur die Ernährung aller Menschen, sondern seien außerdem „Wirtschaftsmotor Nummer Eins und das Rückgrat des ländlichen Raumes“.

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