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NATUR: Wesermarsch erleben auf dem Kiekpadd

24.05.2007

BLEXERSANDE Für Einheimische und Touristen sei das Projekt ein großer Gewinn. Das sagte Landrat Michael Höbrink bei der Eröffnung am Mittwoch.

Von Jens Milde

Gelassen ziehen zwei Schwäne auf dem Teich ihre Kreise. Ein Kuckuck singt seinen Evergreen Teichrohrsänger und Haubentaucher stimmen ein. Auf der neuen Aussichtsplattform im Seenpark III versucht Peter Nottelmann, mit seinem Fernglas die Vögel zu erspähen. Der Vorsitzende des Naturschutzvereins hat sich dafür eingesetzt, dass im Seenpark dieser Turm entsteht, damit der Mensch die Natur zwischen Wiesen, Röhricht und Gewässern noch intensiver erleben kann.

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Die Aussichtsplattform ist Teil des Projekts Kiekpadd. In der ganzen Wesermarsch sind 30 dieser Kiekpadds unter dem Motto „Wesermarsch erleben, die Natur entdecken“ entstanden. Sie wurden dort eingerichtet, wo es etwas zu kieken – also zu gucken – gibt. Das Pfund, mit dem der Seenpark wuchern kann, sind die zahlreichen Rast- und Brutvögel. Am Mittwochvormittag eröffneten Vertreter des Landkreises, der Stadt Nordenham und des Naturschutzvereins den Kiekpadd im Seenpark offiziell.

„Man kann die Natur genießen und erfährt etwas über Landschaft, Geschichte und Kultur“, sagt Landrat Michael Höbrink über das Kiekpadd-Projekt, das jeweils zur Hälfte durch die Kommunen und aus dem EU-Förderprogramm Leader plus finanziert wird. Für die Bürger der Wesermarsch selbst, aber auch für den Tourismus seien die Kiekpadds ein großer Gewinn. Ein weiterer Kiekpadd-Standort in Nordenham ist die Moorseer Mühle. Dort können sich die Besucher Ferngläser ausleihen, um Wiesenvögel zu beobachten. In Beckmannsfeld zum Beispiel geht es um die Vogelgäste an den Pütten, in Fedderwardergroden um die Salzwiesen, im Rodenkircher Ortsteil Absen um den Röhrichtgürtel.

Die Standorte liegen nicht zufällig an oder in der Nähe der Deutschen Sielroute. Sie sind von Radfahrern, die diese beliebte Strecke befahren, bequem zu erreichen. Michael Höbrink freut sich über das Engagement, mit dem viele Vereine auf ehrenamtlicher Basis zum Gelingen des Kiekpadd-Projekts beigetragen haben. In Nordenham hatte der Naturschutzverein gemeinsam mit der Stadt die Planung übernommen.

Martin Stein von der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises, lobte die Stadt Nordenham für ihren Einsatz in Sachen Seenpark. Die Seen sind in den 80er-Jahren durch den Abbau von Klei entstanden, der für den Deichbau verwendet wurde. „Die Stadt hat begriffen, dass man dieses Gelände nicht einfach vor sich hindümpeln lassen darf.“ Manfred Brunßen, der Vertreter des Bürgermeisters in der Verwaltung, lobte in diesem Zusammenhang die Weitsicht des ehemaligen Stadtdirektors Friedrich Knöppler.

Mehr Infos zum Kiekpadd-Projekt im Internet unter www.kiekpadd.de

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