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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

141 Betriebsräte nehmen ihre Arbeit auf

18.05.2018

Wesermarsch Als einen tollen Erfolg für die Kolleginnen und Kollegen bezeichnete Martin Schindler die gesetzlich vorgeschriebenen Betriebsratswahlen 2018. In 17 Wesermarsch-Betrieben wurde gewählt. Es gab rund 6000 Wahlberechtigte, darunter auch 800 Leiharbeiter, betont er. „Mit den Betriebsratswahlen wird sichergestellt, dass die Demokratie vor dem Firmentor nicht endet“, sagt der Geschäftsführer der IG Metall Wesermarsch am Donnerstag auf Nachfrage der NWZ.

Das Ergebnis kann sich laut Martin Schindler sehen lassen. Denn gegen den allgemeinen Trend gibt es in der Wesermarsch nun mehr Betriebsräte als in der Wahlperiode zuvor. Von den insgesamt 141 Betriebsratsmitgliedern sind künftig 132 Metallerinnen und Metaller. Die Wahlbeteiligung lag bei insgesamt 68 Prozent und sei damit viel höher als bei anderen Wahlen, so Martin Schindler. Die Arbeitnehmer hätten gemerkt, dass sie ohne Betriebsrat nicht viel machen könnten, freut sich der Gewerkschafter über den Wahlausgang.

Unter dem Motto „Betriebsratswahl – Für Uns“ hatte die IG Metall Wesermarsch für die Betriebsratswahlen geworben. In der Wesermarsch konnte die IG Metall in zwei Betrieben neue Betriebsräte gründen. Zum einen wurde nach Martin Schindlers Worten ein Betriebsrat bei der Firma Fassmer Industrial Service in Ganspe gegründet. Es handelt sich dabei um ein neues Unternehmen für die Windkraftindustrie. Zum anderen wurde bei der Fechner Stahl- und Metallbau GmbH in Blexen ein Betriebsrat gewählt.

Bei der Gründung und Organisation von Betriebsratswahlen gibt die IG Metall Hilfestellung. „Starke Betriebsräte und eine starke Gewerkschaft sind die Voraussetzung für sichere, faire und gute Arbeit“, sagt Martin Schindler. Die Gewerkschaft biete den Betriebsräten umfangreiche Qualifizierungen – auch in juristischer Hinsicht – an. Denn die gewählten Männer und Frauen würden die Beschäftigten im Betrieb vertreten. „Die besten Tarifverträge nützen nichts, wen sie in einem Betrieb nicht umgesetzt werden“, argumentiert der IG-Metaller. Es gebe aber in der Wesermarsch immer noch Betriebe ohne einen Betriebsrat, merkt Martin Schindler an. Bei Einstellungen, Entlassungen oder Veränderungen der Betriebsorganisation könnten die Betriebsräte mit entscheiden. Die Mitwirkungsrechte seien unterschiedlich stark ausgeprägt: vom Anspruch auf Information bis zum definitiven Vetorecht.

Der IG-Metall-Geschäftsführer macht Interessierten Mut: Der Kündigungsschutz sei garantiert, wenn die Kandidatenlisten aufgestellt werden. Das sei ein ganz wichtiger Punkt, um die Leute, die sich für andere einsetzen, zu schützen, betont er. „Besonders stolz sind wir, dass es nur jeweils eine IG-Metall-Liste in den Betrieben gab, und damit nur Persönlichkeitswahlen. Die Beschäftigten konnten somit Kandidaten und Kandidatinnen ihres Vertrauens wählen, und keine Listen.“

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