• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Die Türen für neues Denken öffnen

20.03.2019

Wesermarsch Aber das kann sich ja ändern. Die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse zwischen Stadt und Land müsse sichergestellt werden, betont dann auch der Landesbeauftragte vom Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems in Oldenburg.

Zwei Förderbescheide

Damit weiter daran gearbeitet werden kann, den ländlichen Raum, speziell in der Region Weser-Ems, zu fördern und zu stärken, überreicht Franz-Josef Sickelmann in Butteldorf zwei Förderbescheide in Höhe von mehr als 400 000 Euro. Die beiden Projekte werden als soziale Innovation mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert. Über rund 182 000 Euro freut sich das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW). Knapp 230 000 Euro bekommt die Cosmo UG mit Sitz in Elsfleth.

Neue Ansätze

Beide Projekte würden neue Ansätze verfolgen, merkt Franz-Josef Sickelmann an. Während das BNW mit „Management von Kompetenzverschiebungen“ die Lösung des Fachkräftemangels als besondere Herausforderung betrachtet, widmet sich Cosmo mit „Mobilitätsportal für das Gesundheitswesen“ im weitesten Sinne der Infrastruktur im ländlichen Raum. Man müsse sich flächendeckend mit den Themen befassen. Doch die Fördermittel reichen laut Franz-Josef Sickelmann bei weitem nicht aus. „Die Finanzlücke ist da“, betont er.

Ländlicher Raum

Der demografische Wandel stellt besonders den ländlichen Raum vor große Herausforderungen. Das sagt Franz-Josef Sickelmann. Neue Ansätze würden benötigt, um in der Arbeitswelt und bei der Daseinsvorsorge gut gerüstet zu sein. Das mit rund 230 000 Euro geförderte Projekt „Mobilitätsportal für das Gesundheitswesen“ – das Projektvolumen beträgt über 383 000 Euro – habe eine „Antwort für eine flexible und vernetzte Mobilität zur besseren Erreichbarkeit von Gesundheitszentren insbesondere für den ländlichen Raum entwickelt“, so Professor Dr.-Ing. Benjamin Wagner vom Berg, der das Beratungsunternehmen Cosmo zusammen mit seinem Partner Toni Gäbelein am 1. Januar 2016 in Butteldorf gegründet hat.

Portal im Internet

Krankenhäuser und medizinische Versorgungszentren oder einfach nur den Hausarzt zu erreichen, ist für viele Menschen zunehmend schwieriger und oft nur mit dem eigenen Auto möglich. Über ein Portal im Internet sollen die Bedürfnisse von Patienten, Besuchern und Mitarbeitern ohne oder mit eingeschränkter Mobilität (ältere Menschen, Jugendliche ohne Führerschein, sozial schwache Menschen) erfasst werden. Auf einer so genannten Mobilitätsplattforum im Internet könnten sich die Menschen vernetzen, um „Mobilitätsalternativen“ zu finden. Es bestehe ein hoher Mobilitätsbedarf in der Fläche, so Benjamin Wagner vom Berg. „Wir wollen nachhaltige und barrierefreie Mobilitätsmöglichkeiten schaffen“, betont er. Dazu zählt er eine stärkere Nutzung und Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs und auch Mitfahrgelegenheiten.

Kommunikationskette

Am Beispiel des Landkreises Wesermarsch soll eine Kommunikationskette etabliert und erprobt werden. Der Projektzeitraum betrage zwei Jahre, so Benjamin Wagner vom Berg. In den letzten drei Monaten der Projektphase sollten die Menschen das Portal direkt nutzen können, sei es durch E-Mail oder Anruf, um beispielsweise zur Arztpraxis gebracht zu werden.

Viele Partner

Ein Partner des Projekts ist das St.-Bernhard-Hospital in Brake. Ebenfalls beteiligt sind der Landkreis Wesermarsch und die Stadt Brake. Auch die Stadt Elsfleth werde sich beteiligen, so Bürgermeisterin Brigitte Fuchs. Weitere Partner sind unter anderem die Gemeinde Ovelgönne, der ZVBN, die Johanniter Unfallhilfe Berne sowie die Universität Oldenburg.

Leute mobiler machen

Die zentrale Frage ist laut Landrat Thomas Brückmann, wie man Mobilität in die Fläche bekomme. Hausärzte seien über kurz oder lang dort nicht mehr zu halten. Die Konsequenz: „Wir müssen die Leute mobiler machen“, so der Landrat. Das Projekt sei ein guter Ansatz dafür. Auch Brakes Bürgermeister Michael Kurz unterstützt das Projekt. Die zu entwickelnde Plattform bezeichnet er als „Zusammenfassung vieler Mobilitätsgedanken“. Alle Beteiligten hoffen, mit diesen Mobilitätskonzepten die Türen für neues Denken zu öffnen.

Digitaler Wandel

Für Peter Grünheid, Leiter des mit 303 000 Euro veranschlagten Projekts „Management von Kompetenzen“, geht mit dem digitalen Wandel auch ein sozialer Wandel einher. „72 Prozent der Menschen in den Fertigungsberufen sind durch Digitalisierung bedroht“, sagt er. Mit etwa 20 kleineren und mittleren Betrieben der Metall- und Elektrobranche würde man Kontakt aufnehmen, um mit ihnen Lösungen für Führungskräfte und Auszubildende zu entwickeln. Ein Ergebnis sei der modellhafte Einsatz von betriebseigenen „Digital Scouts“ in den beteiligen Betrieben und die Zusammenstellung des betrieblichen Weiterbildungsbedarfs, um für den digitalen Wandel gerüstet zu sein. Um die digitalen Techniken wachstumsorientiert einzusetzen, würden die menschlichen Fähigkeiten benötigt.

Finden Sie Ihren Traumjob auf NWZ-Jobs.de!

NWZ-Jobs.de
Finden Sie Ihren Traumjob auf NWZ-Jobs.de!

Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
Rufen Sie mich an:
04401 9988 2320
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.