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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Mit dem Rad dem Klima auf der Spur

12.12.2018

Wesermarsch Der Landkreis Wesermarsch hat das Leader-Projekt „Mottotour Klimawandel“ auf den Weg gebracht. „Wir haben uns nach einem beschränkten Wettbewerbsverfahren für einen Bieter beziehungsweise ein Planungsbüro für die Konzepterstellung der Mottotour Klimawandel entschieden“, berichtet Barbara Voß, zuständige Klimabeauftragte des Landkreises Wesermarsch. Die Wahl ist auf ARSU (Arbeitsgruppe für regionale Struktur- und Umweltforschung GmbH) mit Sitz in Oldenburg gefallen. Der Grund: „Sie haben das wirtschaftlichste Angebot abgegeben“, sagt Voß. Das Ziel der Mottotour sei, eine „landkreisweite Themenradroute zur Informationsvermittlung zur Thematik Klimawandel und Klimaanpassung“ umzusetzen.

Touristisch attraktiv

Die Wesermarsch ist als gewässernahe und tiefliegende Region besonders von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen. Nur durch den Deichbau sowie Be- und Entwässerungssysteme ist der durch Überschwemmungen geprägte Naturraum für Menschen bewohn- und bewirtschaftbar. Die Weite der Landschaft mit ihren Besonderheiten ist ein Attraktivitätsfaktor für den hiesigen Tourismus, insbesondere auch für den Fahrradtourismus.

Um sowohl Touristen als auch Einheimischen den Zusammenhang zwischen Landschaftsbild, einem notwendigen Schutz des Klimas und den möglichen Veränderungen im Zuge des Klimawandels aufzuzeigen, strebt der Landkreis Wesermarsch daher in enger Abstimmung mit seinen neun Kommunen die Realisierung einer Themenradroute mit Informations- und Erlebnisstationen an.

Das Projekt ist interkommunal für alle Gebietskörperschaften im Landkreis angelegt – die Projektkoordination liegt bei der Kreisverwaltung.

Als Themen der „Mottotour Klimawandel“ sind die Folgen des menschlichen Handelns für die Natur sowie gute Beispiele aus der Region für eine ressourcenschonende Energiegewinnung angedacht. Außerdem sollen Touristen und Einheimische über die Auswirkungen des Klimawandels auf die Naturräume der Wesermarsch (Moor und Marsch) informiert werden. „Ideal wäre es, neun verschiedene Themenschwerpunkte in den neun kreisangehörigen Kommunen zu setzen“, so Barbara Voß.

Konzept in Arbeit

Bestandteil der Konzepterstellung sei ferner, den Routenverlauf festzulegen, ein geeignetes Informationsvermittlungskonzept für die Zielgruppen Schüler und Touristen zu erarbeiten und das Design eines Symbols mit Wiedererkennungswert für die Mottotour zu kreieren. Nach der Konzepterstellung ist im zweiten Projektbaustein die Umsetzung des Konzeptes angedacht.

Fördermittel beantragen

„Im ersten Aufschlag wird also nur eine Konzepterstellung erfolgen“, erklärt Barbara Voß und betont: „Nur für diesen Projektbaustein wurden bisher die Mittel vom Amt für Regionale Landesentwicklung Weser-Ems bewilligt.“

Nach Fertigstellung des Konzeptes müsse der nächste Projektbaustein, also die Umsetzung des Konzeptes inklusive Bau der Stationen mit Schautafeln und so weiter neu durch die Lokale Aktionsgruppe (LAG) „Wesermarsch in Bewegung“ befürwortet und der Antrag auf Fördermittel neu gestellt werden.

Torsten Wewer Elsfleth / Redaktion Brake
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