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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Hier finden gestresste Storchen-Eltern Hilfe

02.06.2018

Wesermarsch „Die große Trockenheit ist für viele Storchenpaare ein riesiges Problem. Die Eltern kriegen die Jungtiere einfach nicht satt, weil sie nicht genügend Nahrung finden. Und so wird die Brut eben reduziert – durch Knicken, Schütteln, Aufspießen oder Runterschmeißen. Den Elterntieren bleibt oft gar nichts anderes übrig.“ Udo Hilfers, Leiter der Storchenpflegestation in Berne, steht auf der großzügigen Anlage am Storchenweg und fasst kurz zusammen, welche Probleme das derzeit sehr trockene Wetter für viele Weißstorch-Eltern mit sich bringen kann.

Bisher konnten sechs Jungstörche, die den Wurf aus dem Nest überlebt haben, in der Station aufgenommen worden. Hier werden sie fachgerecht aufgezogen.

In der Region dürften so langsam alle Jungtiere geschlüpft sein. Und der ungewöhnlich warme Mai hatte sicherlich auch seine guten Seiten. „Große Kälte- und Nässeverluste wie im Vorjahr dürfte es nicht geben“, sagt Hilfers, der die Storchenpflegestation Wesermarsch gemeinsam mit seiner Frau Anke seit nunmehr 26 Jahren führt.

In der Station sind alle 50 Nester besetzt. Ein paar neue Nester sind von Neuankömmlingen in Eigenarbeit gebaut worden. „Berne ist inzwischen deutschlandweit die Gemeinde mit den meisten Störchen überhaupt. Allein mehr als 100 Paare leben hier und haben während der Aufzucht jetzt jede Menge Stress.

„Es werden von den Elterntieren Höchstleistungen vollbracht und alles klappt nur, wenn sich die Paare beim aufwendigen Brutgeschäft perfekt abwechseln “, sagt Udo Hilfers im Gespräch mit der NWZ. In der Station kann man die Arbeitsflüge der Eltern beinahe im Minutentakt verfolgen. Im Anflug kann man gerade „Fliegenklatsche“ beobachten. Ein Weißstorch, der in der Station vor sieben Jahren mit einem Beinbruch abgegeben wurde. Inzwischen hat er in der Berner Station schon gut zehnmal für Nachwuchs gesorgt. Im Herbst zieht er regelmäßig in den Süden, kehrt aber stets zurück – und ist wegen seines Knickbeines immer leicht für Udo Hilfers zu erkennen.

Daten und Fakten

Die Storchenpflegestation Wesermarsch befindet sich am Storchenweg 6 in 27804 Berne-Glüsing, Telefon 04406/1888; www.storchenstation.de, Mail info@storchenstation.de.

Die Station ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Termine für arten- und stationsbezogene Führungen auch für Gruppen könne in der Station vereinbart werden.

Seit 1992 ist die Storchenpflegestation vom Land Niedersachsen anerkannt. Und seither konnten hunderte Störche die Station nach erfolgreicher Pflege gesund und auf eigenen Schwingen wieder verlassen.

Wie sich das Storchenjahr 2018 entwickeln wird, das bleibt abzuwarten. 2017 war im Oldenburger Land ein ausgesprochen gutes Storchenjahr. „Im gesamten Oldenburger Land brüteten 180 Paare und 312 Jungstörche flogen aus. Und allein in der Wesermarsch haben wir im Jahr 2017 insgesamt 161 Paare gezählt“, betont Hilfers.

Aber eines gibt Hilfers zu bedenken. „Wer Störche haben will, der muss den Lebensraum für diese Tiere und damit auch die Artenvielfalt erhalten“, betont er im Gespräch mit NWZ. Die Storchenpflegestation hat sich inzwischen längst zu einer Attraktion der Region entwickelt. Im Gästebuch haben sich sogar schon Besucher aus Alaska und Hongkong verewigt.

„Der Austausch ist immer sehr interessant. Wir haben schon sehr viele nette Gespräche mit den Besuchern geführt“, freut sich Hilfers.


     www.nwzonline.de/videos 
     www.nwzonline.de/fotos-wesermarsch 
Hans-Carl Bokelmann Jade/Ovelgönne / Redaktion Brake
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