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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Experten sehen keine Gefahr für die Wesermarsch

07.11.2019

Wesermarsch Keine Sorgen müssen sich die Menschen im Einzugsgebiet der Oldenburgischen Deichbände darüber machen, dass ihre Häuser und Ländereien in den nächsten Jahren regelmäßig von Überflutungen betroffen sein werden. „Unsere Region ist absolut sicher“, sagt Cord Hartjen, „der Küstenschutz hat bei uns im weltweiten Vergleich einen sehr hohen Stellenwert.“ Cord Hartjen ist Verbandsvorsteher des Ersten Oldenburgischen Deichbandes und weiß genau, wovon er spricht. „Man sollte bei Meldungen, die durch die Medien gehen, immer mit berücksichtigen, woher sie kommen“, sagt Hartjen.

Forscher aus den USA hatten in einer aktuellen Studie prognostiziert, dass aufgrund der Erderwärmung schon in gut 30 Jahren Teile Deutschlands – darunter die Nordseeinseln, Ostfriesland und auch das Oldenburger Land – ständig von Hochwasser betroffen sein könnten. Urheber waren zwei Wissenschaftler der hoch angesehenen Universität von Princeton: Scott A. Kulp und Benjamin H. Strauss.

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Auch Burchard Wulff, der Verbandsvorsteher des Zweiten Oldenburgischen Deichbandes, und Rüdiger Wilken, Geschäftsführer des Kreisverbandes Wesermarsch der Wasser- und Bodenverbände, warnen vor unnötiger Panikmache. „Man darf eine solche Studie auf keinen Fall pauschalisieren“, sagt Wilken, die Sachlage sei in den jeweiligen Regionen „total verschieden“. Es gebe Länder, in denen der Küstenschutz eine eher untergeordnete Rolle spiele. „Unser Standard ist sehr hoch“, weiß auch Burchard Wulff, „bei uns hat die Sicherheit der Deiche eine hohe Priorität.“

Die Experten aus dem Oldenburger Land weisen aber einhellig darauf hin, dass das hohe Niveau beibehalten werden müsse. Die Investitionen von Bund und Ländern für den Küstenschutz dürften keinesfalls aufgeweicht, sondern müssten aufgestockt werden, wie Burchard Wulff ausdrücklich betont. „Wir müssen hellwach bleiben. Das Thema ist seriös zu behandeln“, erklärt Wulff weiter. Die Oldenburgischen Deichbände seien aber gut aufgestellt. Die Sperr- und Schöpfwerke würden ständig kontrolliert und zweimal pro Jahr Deichschauen veranstaltet.

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Dass sich der Klimawandel auf die Situation auf den Meeren weiter bemerkbar machen wird, ist den Verbandsvorstehern klar. „Die Jahrhundert-Prognose für den Anstieg des Meeresspiegels wurde schon vor zehn Jahren von 50 auf 75 Zentimeter erhöht“, berichtet Cord Hartjen. Selbst wenn bis zum Jahr 2100 weitere 50 Zentimeter dazu kämen, hätte der Deichband noch immer keine ernsthaften Probleme.

Noch keine gravierenden Veränderungen hat auch Burchard Wulff festgestellt. „Wir orientieren uns am Pegel von Norderney“, so Wulff, „und da kommen pro Jahr zwei Millimeter oben drauf.“ Dieser Anstieg würde sich in einem absolut normalen Rahmen bewegen. Cord Hartjen fasst es zusammen: „Die Menschen in unserer Region können auch in den nächsten Jahren beruhigt schlafen gehen.“

Tobias Göttler Volontär, 1. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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