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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Wirtschaft in der Wesermarsch: Landwirte fordern deutlich höhere Erlöse

02.12.2020

Wesermarsch Der Kreislandvolkverband Wesermarsch unterstützt die aktuellen Proteste von Landwirten vor den Zentrallagern der großen Lebensmittelkonzerne.

„Das Weihnachtsgeschäft wird für den Lebensmittel-Einzelhandel aufgrund der Schließung von Hotels und Gaststätten so groß sein wie selten zuvor. Von diesem Geld kommt bei den Erzeugern aber zu wenig an“, sagt Dr. Karsten Padeken, Vorsitzender des Kreislandvolkverbands Wesermarsch, gegenüber der Redaktion.

Nach wie vor arbeiteten die Händler mit Schnäppchenpreisen für Fleisch und Milchprodukte, um damit die Kunden in die Läden zu locken. „Die Anforderungen an die Landwirte steigen, aber die Preise steigen nicht mit, im Gegenteil: Sie geraten immer mehr unter Druck“, betont Karsten Padeken.

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Benachteiligung

Besonders problematisch sei die Marktmacht der vier großen Handelsketten von über 85 Prozent. Das habe dazu geführt, dass sich Praktiken etabliert haben, die Erzeuger klar benachteiligen – kurzfristige Stornierungen, lange Zahlungsziele für verderbliche Waren oder einseitige Änderungen der Lieferbedingungen. Diese unfairen Vertragsbedingungen seien die Schattenseite der billigen Preise. Dagegen will die Bundesregierung jetzt per Gesetz vorgehen.

„In diesem Jahr ging es viel um die Themen Artenvielfalt, Insektenschutz und Vogelschutz“, sagt Karsten Padeken. „Wir Landwirte sind hier mit dem ,Niedersächsischen Weg‘ in Vorleistung gegangen. Aber auch andere gesellschaftliche Akteure wie der Lebensmitteleinzelhandel tragen eine Verantwortung.“

Dialog suchen

Der Dialog der Politik mit Landwirtschaft, Umweltverbänden, Verbrauchern, dem Lebensmitteleinzelhandel und weiteren Akteuren entlang der Wertschöpfungsketten ist daher ebenfalls ein Punkt im „Niedersächsischen Weg“. „Wir erwarten von der Landesregierung, dass sie diesen Dialog jetzt zügig anschiebt. Die Landwirte dürfen mit diesem Problem nicht alleingelassen werden“, sagt Karsten Padeken.

Vor etwas über einem Jahr sind wir Landwirte von und mit Land schafft Verbindung (LSV) das erste Mal auf die Straße gegangen, um unseren Unmut kundzutun. Gut ein Jahr später halten wir einen offenen Brief des Deutschen Bauernverbandes an die Manager der vier größten Lebensmitteleinzelhandels-Ketten (LEH) in den Händen. Darin reagiert der Verband mit deutlichen Worten auf die Beschwerde der LEH-Manager, die an Kanzlerin Merkel gerichtet wurde, sie würden sich diffamiert fühlen.

Mehr Geld auf die Höfe

Dieser offene Brief hat uns inhaltlich in Deutlichkeit und Schärfe ausgesprochen positiv überrascht. Wir begrüßen dies sehr. Wir befürchten leider, dass dieser Brief lediglich in den einschlägigen Fachzeitschriften und vereinzelt in den Konzernzentralen Beachtung findet.

Unsere Forderung: Aufgrund der gesellschaftlichen Anforderungen an die Landwirtschaft wollen wir, dass auf dem deutschen Markt nur Produkte verkauft werden, die den deutschen Produktionsstandards entsprechen.

Wir brauchen zwingend deutlich höhere Erlöse für die Erzeugnisse aus unserer heimischen Landwirtschaft. Um unsere Betriebe erhalten und wirtschaftlich nachhaltig weiterentwickeln zu können, brauchen wir jetzt von unseren Verarbeitern mehr Geld auf den Höfen.

Hans-Carl Bokelmann Jade/Ovelgönne / Redaktion Brake
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