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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Gartenwochen: Wie ein Bauerngarten Klarheit gewinnt

16.05.2012

INTE Die alte Weide beugt sich schlank nach Osten. Der Westwind, der vom Jadebusen herüber weht, hat ihre Gestalt in Jahren so geformt. Susanne Decker liebt natürliche Formen in ihrem Garten, aber bei diesem Baum wünscht sie sich etwas weniger Natur.

Apfel und Rambler-Rose

Deshalb hat sie eine alte Holzleiter an den windschiefen Baum gelehnt, eine Rambler-Rose an seinem Fuß gepflanzt und das Beet mit Weidenästen eingefasst. Sie sind auch schon in die Jahre gekommen. Stephan Deberding findet die Kombination aus Weide und Rambler-Rose nicht besonders gut. Der Ingenieur für Landschaftsbau und Freiraumplanung empfiehlt stattdessen, die Rose mit einem Apfelbaum zu kombinieren. „Erst blüht der Apfelbaum und dann die Rose“, erläutert der 39-jährige Mitarbeiter des Nordenhamer Garten- und Landschaftsbaus K. W. Siefken.

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An diesem sonnigen und zugleich frischen Nachmittag ist er zu Gast bei Familie Decker am Inter Weg bei Stollhamm, die in der NWZ -Gartenaktion eine Beratung mit ihm gewonnen hat. Durch die Reihen der Eschen und Kastanien, die den Garten begrenzen und vor dem ständigen Wind schützen, blitzt das Schwarzbunt des Rindviehs auf den benachbarten Weiden. Frank und Susanne Decker betreiben Landwirtschaft. Auf 84 Hektar halten sie 230 Teile Vieh, darunter 95 Milchkühe.

Der Garten passt perfekt zu dem hohen, im Jahr 1900 errichteten Bauernhaus. Zwar strebt die 40-jährige Landfrau in ihrem 1000 Quadratmeter großen Garten nicht in erster Linie Perfektion an, aber richtig zufrieden ist sie auch nicht. Vor allem in den zwei Jahren, in denen sie das Moorseer Mühlencafé betrieben hat, ist für ihre Begriffe einiges aus dem Ruder gelaufen. Dazu kommen generelle Fragen, die sie beschäftigen, seit sie mit ihrem 42-jährigen Mann den Betrieb vor 15 Jahren übernommen hat. Beide wünschen sich mehr gestalterische Klarheit.

Sollen sie den Apfelbaum, der gerade blüht, und die beiden Birnbäume fällen? Der Mitarbeiter der Firma K.W. Siefken rät ab. Er schätzt die 3 großen Bäume auf 60 bis 80 Jahre. Sie passten gut in den Bauerngarten, es müsse nur etwas Totholz entfernt werden. Und aus dem ovalen Beet mit den niedrigen Bambussträuchern und dem Feuerkorb in der Mitte würde er keinen Sitzplatz machen, sondern nur den Feuerkorb durch etwas anderes ersetzen – etwa eine Vogeltränke.

Stattdessen würde Stephan Deberding den vorhandenen Feuerplatz mit den 3 gemütlichen Holzsesseln vergrößern, zum Schutz mit Rhododen- dren umgeben und die Feuerstelle mit alten Klinkern absichern – oder mit den kleinen Findlingen, die die letzte Eiszeit in Inte hinterlassen hat.

Wie eine Tolle

Eine größere Operation schwebt dem Garten-Experten schließlich bei der Laube vor, deren Dach das Gehölz einer Kletterrose wie eine Tolle überwuchert. Die Deckers sollten die Holz- durch eine Metallkonstruktion ersetzen („Das wirkt graziler“), die nutzlosen Rankgitter weglassen („Die verstellen nur den Blick auf die Beete“) und die Rose bis auf den Stamm zurückschneiden. Wenn sie dann noch Lust haben, können sie den Boden um zehn Zentimeter erhöhen und die Laube nach hinten verlegen, damit sie nicht mehr in den Rasen hineinragt.

Susanne Decker hat einen Bauerngarten geschaffen, der naturnah ist und doch von ihrem Gestaltungswillen zeugt. Eine Kochmaschine, wohl fast so alt wie das Haus, ein nicht ganz so alter Kaufladen und viele Windlichter zeugen davon. Doch zwei Dinge vermisst Stephan Deberding hier: Buchsbaumkugeln, die Beete einfassen, und Stauden. Beides, sagt er, gehört in einen Bauerngarten.

NWZTV zeigt einen Beitrag unter http://www.NWZonline.de/nwztv

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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