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Aktualisiert vor 4 Minuten.

Impfzentrum in Roffhausen
Kühlkette unterbrochen – alle 600 Impfdosen sind vergeben

NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Aktion: Wie Schafwolle und ihr Fett heilen helfen

26.07.2016

Moorsee Mit einer übergroßen braun melierten, langen und gestrickten Wollunterhose sind die Besucher des 16. Aktionstages „Rund ums Schaf“ an der Moorseer Mühle begrüßt worden. Das Vintage-Bekleidungsstück hatte der Spinnkreis „Butjenter Spinndönz“ gut sichtbar unter der Galerie der historischen Mühle angebracht und gleich daneben auch noch eine blütenweiße Unterhose in der Übergröße XXXL und ein ebensolches Nachthemd aus Baumwolle drapiert. „Das könnte man heutzutage sogar als Kleid anziehen“, schmunzelte Annegret Martens vom Spinnkreis.

Die Stücke sind Geschenke von Leuten, die die Sachen nicht wegwerfen wollten. So kommen sie bei gewissen Anlässen wieder zu Ehren – wobei sich über das Design und damit den Textil-Geschmack leidlich streiten lässt.

Geduldig am Spinnrad

Mit acht weiteren Spinnerinnen hatte es sich Annegret Martens im Erdgeschoss der Mühle bequem gemacht. Dort demonstrierten sie an Spinnrädern, wie sie in geduldiger Ausdauer einen wollenen Faden spinnen, der zu Jacken, Mützen, Socken oder Schals verarbeitet werden kann.

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Für Strickfans gab es neben gefertigten Produkten auch reine Wollknäuel zu kaufen. Jüngste Spinnerin vor Ort war die elf Jahre alte Shanice Bausch, die seit zwei Jahren immer mal wieder versucht, einen einigermaßen gleichmäßigen Faden zu spinnen.

Ein Faible fürs Spinnen hat sie wohl von ihrer Mutter Alexandra Bausch, die schon lange Mitglied des Spinnkreises ist. „Das Spinnen finde ich gut, aber mit dem Stricken oder Häkeln hab ich es nicht so“, verriet Shanice und gestand, dass sie einen halbwegs guten Spinnfaden gerne ihrer Mutter zur Weiterverarbeitung schenkt.

„Wolle ist ein Heilstoff“, sagte Annegret Martens. Sie lege sich gerne mal Rohwolle um Handgelenk oder Nacken, um damit Schmerzen zu vertreiben. Dass Wolle und ihre Fette eine heilsame Wirkung haben können, bestätigte auch Schafzüchterin Karin Müller-Rostin aus Abbehausergroden. Eine Freundin nutze Wolle als Wickel für ihr an Arthrose erkranktes Pferd, welches dann schmerzfreier laufen könne.

Karin Müller-Rostin hält 23 Mutterschafe der Rasse Weißköpfiges Fleischschaf. In diesem Sommer laufen davon zwölf Muttertiere und sechs Lämmer auf den ein Hektar großen Weidestücken rund um die Moorseer Mühle.

Zu Demonstrationszwecken wurden für die rund 200 Besucher des Aktionstages zwei Schafe geschoren. Diese körperlich anstrengende Arbeit erledigte Olaf Teschner aus Burhave. Der Hobby-Schafhalter hatte allerdings mit dem ersten Schaf einige Schwierigkeiten. Was Profis in Australien in rund einer Minute erledigen, dauerte bei dem Butjenter Hobby-Scherer rund 15 Minuten. Denn das ausgesuchte Schaf hatte wenig Lust zu der zwar schmerzfreien, aber doch unangenehmen Prozedur.

Besonders lebendig

Olaf Teschner bescheinigte dem Schaf eine besondere Lebendigkeit, die ihm den Schweiß auf die Stirn trieb.

Die Haltung beim Scheren in der gebückten Position ist auch ohne ein zappeliges Schaf anstrengend genug – erst recht bei sommerlichen Temperaturen. Schließlich einigten sich Scherer und Schaf aber auf eine Position, in der es zügig vorwärts ging und die weiße Wolle in langen Streifen mit der elektrischen Schere „abgeschält“ werden konnte.

Während der Schur erläuterte Karin Müller-Rostin die Besonderheiten der Wolle, die Prozedur des Scherens und die Schafhaltung als solche. Das weißköpfige Fleischschaf sei vom Aussterben bedroht, erfuhren die Zuhörer. Nur noch in Niedersachsen und Schleswig-Holstein gebe es einige Züchter, welche die Tiere reinrassig züchten. Sie selbst züchtet seit acht Jahren und versucht, möglichst viele Tiere in die Zucht zu verkaufen.

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