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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Windpark-Planungen gehen in die nächste Runde

19.04.2016

Brake Die 28. Flächennutzungsplanänderung der Stadt Brake für Golzwarder Wurp und Hammelwarder Moor ist nach einer weiteren öffentlichen Auslegung auf dem Weg. Bei zwei Enthaltungen – Norbert Becker (CDU) und Dr. Gesa Hansen von der Wählergemeinschaft Brake – votierten die Mitglieder des Bau-, Planungs-, Energie- und Umweltausschusses einstimmig für den Feststellungsbeschluss.

Wesentliche Aspekte, die eine Änderung der Planung erforderlich gemacht hätten, seien nicht vorgetragen worden, merkte Elisabeth Ferus vom NWP Planungsbüro Oldenburg während der jüngsten Ausschusssitzung im Braker Ratssaal an. „Wir haben eine Menge an Stellungnahmen auf den Tisch bekommen“, sagte sie. Seitens des Landkreises Wesermarsch sei die Anpassung an die Raumordnung erfüllt. Auch bezüglich des Denkmalschutzes in den jeweiligen Bereichen gebe es keine Bedenken. Bodendenkmäler seien nicht bekannt. Ebenfalls sei nicht erkennbar, dass der Zielabweichungsbescheid des Landkreises rechtswidrig sei. Die Ziele der Raumordnung würden erfüllt. Eine Einzelperson habe Rechtsmittel eingelegt, merkte sie an.

Mehrere Einwände

Einen Einwand brachte auch die Gemeinde Ovelgönne ein. Es wurde vorgeschlagen, den Abstand der Windenergieanlagen zum Schutz der Wohnbebauung bei Siedlungen auf 1000 Meter und zu Einzelhäusern auf 600 Meter festzulegen. Das sei nicht zu empfehlen, betonte Elisabeth Ferus. Das Standortkonzept müsste dann neu geregelt werden. Es würde sich danach eine andere Flächenkulisse mit „weniger Potenzialflächen als substanziellen Raum“ für Windenergieanlagen ergeben.

Abstand von 500 Metern

Die Stadt habe den Abstand von 500 Metern zu den einzelnen Häusern gewählt, ergänzte Bauamtsleiter Rainer Hinrichs die Ausführungen. „Bei der Standortkonzeption hätte man das vor zwei Jahren einbringen müssen“, merkte er an. Das Verfahren müsste noch einmal von vorn beginnen, wenn man das noch einmal ändern wollte.

Es gab laut Elisabeth Ferus viele private Einwendungen. Größere Schutzabstände und Gutachten zu den gesundheitsschädlichen Auswirkungen würden gefordert. Verwiesen wurde auf Schatten- und Eiswurf, Schall- und Infraschall sowie auf eine Höhenbegrenzung der zu erstellenden Anlagen.

Eine weitere Erfassung bezüglich des Naturschutzes wurde gleichfalls gefordert. Es gab Hinweise auf seltene Vogelarten. Die Große Rohrdommel, der Seeadler, die Kornweihe, die Uferschnepfe und der Weißstorch würden durch die Anlagen gefährdet. Franz-Otto Müller, Kreisvorsitzender des Naturschutzbundes und beratendes Mitglied im Ausschuss, fragte nach, ob Geld als Kompensation an die Wildtierauffangstation in Rastede gezahlt werden könnte, in die man verletzte Tiere bringen würde. Das sei ihr nicht bekannt, erwiderte Elisabeth Ferus. Das müsse im Genehmigungsverfahren geregelt werden, so Rainer Hinrichs dazu. „Wir sind in der Vorbereitung der Bauleitplanung.“

Angeführt wurde auch, dass der Baugrund in Hammelwarden und Golzwarden nicht geeignet wäre und ein Windpark den Wert der angrenzenden Immobilien mindern würde. „Das sei nicht von planungsrechtlichem Belang“, sagte Elisabeth Ferus.

Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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