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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

„Wir sind nicht betroffen“

23.07.2016

Brake /Nordenham Bei den in der Wesermarsch ansässigen Gebäudereinigungsfirmen herrschten vernünftige Arbeitsbedingungen: Das betonten am Freitag Thomas Bäker, Stefan Gerdes und Andre Rausch. Die drei Geschäftsführer machten in den Räumen an der Viktoriastraße 22 in Nordenham deutlich, dass der Wirbel um die Rekommunalisierung der Reinigungskräfte in kreiseigenen Gebäuden die Unternehmen in ein schlechtes Licht gerückt hätte (die NWZ  berichtete).

Die Schlagworte Zeitdruck, schlechte Arbeitsbedingungen, befristete Arbeitsverträge und wechselnde Arbeitgeber seien in den vergangenen Monaten immer wieder im Zusammenhang mit Gebäudereinigungsfirmen genannt worden, sagte Thomas Bäker (Bäker GmbH, Brake). Das würde für die drei in der Wesermarsch ansässigen Unternehmen aber nicht zutreffen, machte Andre Rausch (Henry Felske Gebäudereinigung & Gebäudemanagement, Nordenham) deutlich. „Wir sind nicht unter den Firmen, die betroffen sind“, ergänzte Stefan Gerdes (Felske Dienstleistungen GmbH, Nordenham).

Schlechtes Image

Wegen des derzeit schlechten Images gehen die drei Geschäftsführer in die Offensive. „Wir möchten deutlich machen, dass der niedrigste Tariflohn des Gebäudereinigerhandwerks deutlich über dem Mindestlohn lag und liegt. Zurzeit liegt er bei 9,80 Euro, ab Januar 2017 bei 10 Euro“, betonte Thomas Bäker. Und Andre Rausch wies darauf hin, dass die drei Wesermarsch-Betriebe ihren Mitarbeitern auch Urlaubsgeld und Krankengeld zahlten, was bei anderen Firmen nicht selbstverständlich sei.

Die drei Wesermarsch-Betriebe würden den Rahmentarifvertrag des Gebäudereinigerhandwerks einhalten und auch mit umsetzbaren Quadratmeter-Leistungen arbeiten. Die geforderten Leistungen müssten auch umsetzbar sein, so Stefan Gerdes. „Man kann für jedes Budget eine Reinigung anbieten“, sagte Andre Rausch. Es gibt nach seinen Worten aber eine Machbarkeitsgrenze. Das, was an reeller Leistung möglich ist, würde von den Mitarbeitern bewerkstelligt.

Durch den Einsatz moderner Maschinen, die Nutzung neuer Reinigungsverfahren und Reinigungsmitteln sowie die Arbeitssystemgestaltung sind die Leistungen in den zurückliegenden Jahren erhöht worden. Doch alles habe seine Grenzen. „Wir haben an den Grenzen stopp gemacht“, so Stefan Gerdes. Die drei Betriebe arbeiteten mit umsetzbaren Vorgaben. Die negative Darstellung des Handwerks erschwere nun das Bemühen der Betriebe, zusätzlich gutes Personal anzuwerben. Der Branche habe die Diskussion im Kreistag geschadet.

Ein Indiz für die geschilderten Arbeitsbedingungen bei den in der Wesermarsch ansässigen Gebäudereiniger-Unternehmen ist nach den Worten der drei Geschäftsführer die geringere Fluktuation der Mitarbeiter. Einige seien schon seit 30 Jahren dabei, regelmäßig würden Mitarbeiter für ihre 25-, 20-, 15- und zehnjährige Betriebszugehörigkeit geehrt.

Rund 400 Frauen und Männer sind bei den drei Unternehmen tätig. Die Bäker -Dienstleistungsgruppe beschäftigt rund 170 Mitarbeiter, 130 sind es bei Felske-Dienstleistungen und 85 bei der Gebäudereinigung Henry Felske.

Umsetzung 2017

 Der Kreistag hat am 13. Juni mehrheitlich die Rekommunalisierung der Gebäudereinigung beschlossen. Die Kreisverwaltung wurde beauftragt, die Rekommunalisierung der Gebäudereinigung in den kreiseigenen Gebäuden zum 1. August 2017 umzusetzen.

Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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