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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Feier: Wo Biertrinken zum Erlebnis wird

19.12.2016

Abbehausen „Good morning, Mr. President!“ Mit diesen Worten begrüßte die Stimmungsband Lokschuppen-Combo Udo Venema. Obwohl der Abbehauser Gastronom selbst gern etwas locker auftritt, war ihm das bei der Eröffnung seiner Butjenter Gasthausbrauerei am Sonnabend offensichtlich wohl reichlich dick aufgetragen. Etwas irritiert griff er zum Mikrofon.

Aber irgendwie war er auch etwas geschmeichelt. Und irgendwie auch zu Recht. Einen ganz großen Dank schickte er an den Bäcker, den Barbier, an Uwe und Willi, an all die Freunde, die in letzter Minute „mir-nix-dir-nix und aus reiner Freundschaft“ einfach mit angepackt hatten, um aus einer Idee ein Projekt und aus dem Projekt dann auch Realität werden zu lassen: Das erste Bräustüberl der Wesermarsch, das Butjenter Brauhaus, feierte mit gut 300 eingeladenen Gästen Eröffnung.

Udo Venemas Dank ging natürlich auch an die Handwerker, die emsig und zum Schluss auch ohne jedes Schnaufen Hand angelegt hatten. Selbst am Eröffnungsmorgen gegen 9 Uhr hatte ein Tischler „von der anderen Weserseite“ noch flugs den Fuß in die Tür gestellt, um die letzten Tische zu montieren.

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Abgucken erlaubt

In der Schule sei Abgucken strafbar, erzählte der Gastronom. Er habe aber durchaus in anderen Gasthausbrauereien gespickt. An seiner Seite Daniel Caspari, der als Ex-Ex-Ex-Nachfolger der seit 1788 in Dortmund aktiven Treberfamilie Caspari Bier braut, der 1982 weltweit die erste Gasthausbrauerei überhaupt aufgebaut hatte und allein im vergangenen Jahr 25 neue Standorte projektierte.

Und Udo Venema erzählte von ganz, ganz früher: Er war gerade einmal neun Jahre alt, da hatte er seiner Mutter Emma geraten, in ihrem Kiosk, einer Bretterbude, auch Eis zu verkaufen. Und Emma Venema tat es. Seither redeten nicht nur Kurgäste ständig darüber, „bei Venema“ stünde immer „eine Karre mit Sand vor der Tür“.

Vor vier Jahren, der seither letzte Akt, hatte Udo Venema ein Vier-Sterne-Komforthotel am Landhotel Butjadinger Tor eröffnet. Trotz aller Unkenrufe: „Wir sind am Markt gut angekommen,“ sagte er, „und wir werden so weitermachen.“ Und jetzt die Privatbrauerei: Mit Braumeister Andreas Christiani habe er sich von Anfang an bestens verstanden.

Ganz gelassen

Selbst jetzt, während der heißen Bauphase, habe Christiani ganz gelassen gewerkelt, trotz Chaos rundherum und trotz noch fehlender Tür zu seinem Büro, und habe drei hervorragende Tropfen gebraut: Das „Butjenter Zwickel“, ein Pils mit norddeutscher Prägung, ein leicht bernsteinfarbenes, nach Märzenart hergestelltes „Butjenter Landbier“ sowie das „Moorseer Mühlenweizen“.

Während der Eröffnungsfeier durften es die Gäste zum ersten Male probieren. Und ab sofort darf es jedermann. „Sie haben uns Nordenhamern ein tolles Weihnachtsgeschenk gemacht,“ klopfte Bürgermeister Carsten Seyfarth dem Abbehauser auf die Schulter. „Dank, Anerkennung und Respekt für diesen unternehmerischen Mut, mit dem wohl auch einer Ihrer Träume in Erfüllung ging.“

Gemeinsam habe man bis zur letzten Minute gegen Fristenabläufe gekämpft, verriet nun Architekt Heiko Damken. Natürlich: Architektur müsse unzählige Bedürfnisse für den Besteller erfüllen, müsse Funktionalität berücksichtigen, Schutz vor äußeren Einflüssen bieten und stabil allen Stürmen trotzen. „Aber das tut auch eine Schuhschachtel,“ sagte er. Hier im Brauhaus gehe es um einen erlebbaren Ort.

Damken anerkennend: Trotz formaler Handicaps habe Udo Venema auf der Einweihung vor Weihnachten gepocht. Und das klappte!

Ein kurzer Blick auf die Fakten

Die Jahreskapazität der Gär- und Lagertanks reicht für etwa 150 000 Liter.

320 Gäste finden im Erdgeschoss Platz, 50 im Clubraum im Obergeschoss. Alle Möbel sind in rustikalem bayerischem Stil gehalten.

Die Nutzfläche des Brauhauses beträgt 320 Quadratmeter – genau doppelt so groß ist das Grundstück, auf dem es steht. Das Gebäude aus heimischem Klinker ruht auf 21 Meter langen Bohrpfählen.

Die Kosten dürften dank kluger Planung bei knapp 3,8 Millionen Euro liegen, sagte der Architekt Heiko Damken. Geplant waren 4 Millionen.

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