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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Zu wenig Geld für Deichbau

08.05.2015

Butjadingen /Wesermarsch Die 142 Kilometer lange Deichlinie, die den Landkreis Wesermarsch vor Sturmfluten und Hochwasser schützt, befinde sich in einem überwiegend guten Zustand. Zu dieser Erkenntnis gelangte eine Kommission des zuständigen II. Oldenburgischen Deichbandes bei der Frühjahrsdeichschau an diesem Donnerstag. „Grund zur Zufriedenheit gibt es aber nicht, denn uns fehlt das Geld für dringend erforderliche Maßnahmen“, machte Deichband-Vorsteher Burchard Wulff deutlich.

Für 2015 hatte der Deichband einen Maßnahmenkatalog zur weiteren Verbesserung der Deichsicherheit erstellt, der ein Kostengesamtvolumen von 15,7 Millionen Euro hatte. Vom Land Niedersachsen bewilligt wurden jedoch nur 6,5 Millionen Euro. „Wir sind chronisch unterfinanziert“, sagte Burchard Wulff und fand damit die Zustimmung von Landrat Thomas Brückmann, der zu den Teilnehmern der Deichschau gehörte.

Rüdiger Wilken, Geschäftsführer des Kreisverbandes der Wasser- und Bodenverbände, erinnerte an den 2007 erstellten Generalplan Küste, mit dem für den Bereich des II. Oldenburgischen Deichband ein Investitionsbedarf von 250 Millionen Euro für die Herstellung der mittelfristigen Deichsicherheit ermittelt worden war. Dabei seien die Auswirkungen von Klimaveränderungen und Kostensteigerungen gar nicht berücksichtigt worden.

In einigen Bereichen die Deichlinie habe der Deich noch nicht einmal die erforderliche Höhe, gab Joern Diercks von der Deichbehörde des Landkreises Wesermarsch zu bedenken. Glücklicherweise lägen die nicht an den besonders gefährdeten Stellen.

Mit den 6,5 Millionen Euro finanziert der II. Oldenburgische Deichband sechs Maßnahmen. Dazu gehören unter anderem die Erneuerung der Pumpenausläufer im Schöpfwerk in Großensiel und der Bau einer Kopfdrift über den Deich in Beckmannsfeld sowie die seit 1986 wieder erstmalige Kleientnahme im Außenbereich für die Verstärkung und Begradigung des Deiches zwischen Schweiburgermühle und Sehestedt. Dort findet zudem eine Vorbelastung des Bodens durch Sandauftrag statt.

Aber es gab auch eine gute Nachricht: Die vergangenen Wintersturmfluten haben „nur“ circa 10 000 Kubikmeter Treibgut angeschwemmt. Im Vorjahr waren es immerhin 50 000 Kubikmeter, deren Beseitigung den Bauhof des Deichbandes acht Monate beschäftigte. Dennoch bleiben die großen Treibselmengen ein Problem, machte Burchard Wulff deutlich.

Rolf Bultmann Nordenham / Redaktion Nordenham
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