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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Züchter kritisieren Stallpflicht

14.02.2017

Berne Schon jetzt stehe für ihn das Unwort des Jahres fest und das lautet „Vogelgrippe“, machte der Vorsitzende der Stedinger Rassegeflügelzüchter, Sven Wiesner, auf der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Schütte gleich zu Beginn seinem Ärger Luft. Froh war er bei seinem Rückblick, dass die 64. Rassegeflügelschau im vergangenen Oktober – anders als die nachfolgenden Ausstellungen vieler anderer Verbände – noch stattfinden konnte und wieder in jeder Hinsicht ein voller Erfolg war. Dafür, dass die Aufstallungspflicht noch immer nicht völlig aufgehoben ist, hatte Wiesner allerdings genauso wenig Verständnis wie Lars Steenken.

Nach zehn Jahren habe das Friedrich-Löffler-Institut noch immer keine wissenschaftliche Erklärung für die alljährliche Geflügelpest gefunden und könne daher nur aufgrund von Vermutungen Empfehlungen abgeben, erklärte Steenken, Mitglied bei den Stedinger Rassegeflügelzüchtern und Vorsitzender des Landesverbands der Rassegeflügelzüchter Weser-Ems.

In anderen Vereinen hätten schon viele Züchter wegen der durch das Einsperren unzumutbaren Zustände für ihre Tiere aufgegeben. Zahlreiche seltene Rassen gingen so unwiederbringlich verloren. „So geht es nicht weiter“, kündigte Steenken angesichts der bestehenden Unklarheiten nun Maßnahmen an. Erst einmal solle jetzt zusammen mit Sprechern anderer Geflügelzüchterverbände gemeinsam mit dem Minister, mit dem es bereits ein sehr langes Gespräch gab, nach Lösungen gesucht werden. Dann werde man weitersehen.

Der Vorsitzende wies außerdem darauf hin, dass Mitglieder auf jeden Fall die Verbände um Hilfe bitten sollten, wenn sich ein „Keulungskommando“ ankündigt. Mit einer sattelfesten Truppe von Rechtsanwälten und Veterinären könne viel getan werden, um diese aufzuhalten, meinte Wiesner.

In diesem Jahr feiern die Stedinger Rassegeflügelzüchter ihr 90-jähriges Bestehen und die 65. Geflügelschau. Nach Feiern war allerdings keinem der Anwesenden zumute, nachdem der Ehrenvorsitzende Heinke Steenken den Tod von Frank Kahlenberg verkündet hatte. Seit 1980 war der 52-Jährige Mitglied im Verein und hatte sich mehr als drei Jahrzehnte im Vorstand engagiert.

Erfreulicher dagegen war der Kassenstand, über den Kassenwartin Andrea Baritz-Wetzel ein letztes Mal Rechenschaft ablegte. Für den Transport der Käfige von der neuen Lagerstätte zur Ausstellung soll in diesem Jahr ein gebrauchter Zweiachser angeschafft werden – sofern der Preis stimmt. Und wenn es die finanzielle Lage erlaubt, stehen noch neue 80er-Käfige auf der Anschaffungsliste.

Bei den anstehenden Wahlen wurde Torsten Bruns erneut zum 2. Vorsitzenden bestimmt. Er, Tina Brumund und Heinke Steenken, der ein letztes Mal zur Verfügung stand, übernehmen die Ausstellungsleitung für die kommenden zwei Jahre.

Ebenfalls zum letzten Mal stellte sich Heinke Steenken als Ringverteiler zur Wahl. Zu Beisitzern gewählt wurden Edeltraud Wyludda, Tim Brumund und Hanno Gierke, der die Internetseite pflegt.

In die Fußstapfen von An-drea Baritz-Wetzel, die acht Jahre lang die Kasse geführt hat, ist Sönke Janßen getreten. Geprüft wird diese von Hansi Völker, Frank Leiendecker und Lasse Wiesner als Ersatz.

Erfreulich ist die Entwicklung der Mitgliederzahlen. Nachdem der Aufnahme von 13 neuen Mitgliedern zugestimmt wurde, gehören jetzt 116 Geflügelfreunde zum Verein. Die Jugendabteilung, die von Moritz Blankemeyer als Sprecher vertreten wird, ist die größte in der Wesermarsch.


     www.rgzv-berne.de 
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