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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Zuversichtlich trotz Internet und Ikea

03.05.2014

Nordenham Die beiden Nordenhamer Einrichtungshäuser Wohncenter Nordenham und Möbelhaus Kuboth erwarten bei der künftigen Entwicklung ihres Umsatzes weder große Sprünge nach unten noch nach oben. Trotz Konkurrenz durch den Online-Handel und trotz des Ikea-Marktes, der im Frühjahr nächsten Jahres in Bremerhaven eröffnet werden soll, erwarten beide Familienunternehmen eine stabile Entwicklung. Das haben die Inhaber am Freitag in einem Gespräch mit der NWZ deutlich gemacht.

Große Tradition

Nordenham hat eine große Tradition als Möbelstadt, die nicht nur Kunden aus der Wesermarsch, sondern auch darüber hinaus anzieht. „Durch die Eröffnung des Wesertunnels vor zehn Jahren haben wir einen großen Aufschwung bekommen“, sagt Anni Harms, Chefin des Möbelhauses Kuboth. „Der Tunnel hat etwas bewegt, wir haben dadurch viele neue Stammkunden gewonnen, die sich bei uns persönlich gut aufgehoben fühlen“, bestätigt Wohncenter-Seniorchef Uwe Lenz.

Die beiden Möbelhäuser haben heute eine Verkaufsfläche von insgesamt mehr als 20 000 Quadratmetern und insgesamt 50 Arbeitsplätze. Uwe Lenz hat vor zehn Jahren das seit 1973 bestehende Wohncenter übernommen. Seit drei Jahren ist sein Sohn Hendrik Geschäftsführer und Inhaber. Das Möbelhaus Kuboth besteht seit 60 Jahren, wird in zweiter Generation geführt und die dritte steht als Nachfolger bereit.

Traditionsgemäß setzen beide Häuser neben einer großen Auswahl sehr stark auf Kundennähe und Service. „Hier wird der Kunde noch als König behandelt“, betont Anni Harms. Nach Kenntnis von Uwe und Hendrik Lenz und Anni Harms liegt der Marktanteil des Möbelkaufs im Internet in Deutschland zurzeit bei acht Prozent.

Auch die beiden Nordenhamer Einrichtungshäuser müssen und wollen sich den Herausforderungen durch Online-Anbieter stellen. Es sei zu Einbußen gekommen, weil junge Leute im Internet kaufen. Der Möbelfachhandel sei aber eine spezifische Branche, die weniger stark als andere betroffen sei.

Gute Beratung beim Möbelkauf mit Ansprechpartnern vor Ort finde der Kunde eben nicht in virtuellen Läden. Ganz wichtig sei die detaillierte Planung von Küchen, Schlaf- und Wohnzimmern sowie Polstergarnituren. Dabei werde vor Ort Maß genommen, ganz individuell geplant und persönlich beraten, um Design und Funktionalität zusammenzuführen.

Möbel anfassen, real sehen und riechen, Unterschiede im direkten Vergleich feststellen sowie Probesitzen und -liegen – das alles könne der Kunde ebenfalls nicht im Internet. Bei ähnlich aussehenden Warenartikeln werde der Qualitätsunterschied im Möbelhaus schnell sichtbar.

Zudem seien die Preisunterschiede nicht so hoch. Hinzu komme, dass im Internet nicht immer Original-Markenmodelle angeboten werden.

Die Nordenhamer Fachhändler setzen auf einen vielfältigen Service. Geliefert wird wunschgemäß entsprechend zeitlicher Vorgabe nicht nur bis zur Bordsteinkante, sondern bis in die Wohnung; alles wird ausgepackt und fachgerecht aufgebaut; Verpackung wird entsorgt.

Altmöbel entsorgt

Nach Absprache werden auch Altmöbel mitgenommen. Auf Wunsch werden Kunden, die aus gesundheitlichen Gründen nicht selbst zum Möbelhaus fahren können, abgeholt. Hendrik Lenz fasst zusammen: „Der Kunde ist wirklich Nummer Eins und wir kümmern uns intensiv um seine Wünsche. Das bietet kein Online-Händler.“

Die für Frühjahr nächsten Jahres geplante Eröffnung eines neuen Ikea-Marktes in Bremerhaven schreckt die Nordenhamer Möbelfachhändler nicht. Denn Ikea führe auch andere Sortimente, die sie gar nicht vorhalten, und Ikea-Kunden gingen zu Ikea unabhängig davon, ob es einen Markt in Oldenburg oder in Bremen oder künftig auch in Bremerhaven gibt.

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     www.nwzonline.de/kaufhier 
Horst Lohe
Nordenham
Redaktion Nordenham
Tel:
04731 9988 2206

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