• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Deals
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Butjenter Bier: Zwickel lässt das Brauhaus schäumen

12.07.2017

Abbehausen Stillstand? Diesen Begriff hat Udo Venema schon vor langer Zeit aus seinem Wortschatz gestrichen. Der Unruhegeist aus Abbehausen sucht ständig neue Herausforderungen und scheut dabei auch vor verrückten Ideen nicht zurück. Wer sonst sollte auf den Gedanken kommen, im platten Wesermarschland bayerische Maibäume aufzustellen und Klinker im Dominoeffekt durch den Wesertunnel purzeln zu lassen? Aus dem Antrieb heraus, immer wieder etwas Neues anzuschieben, ist auch das Projekt Butjenter Brauhaus entstanden. Allen Zweiflern zum Trotz hat der Abbehauser Gastronom es im Dezember vergangenen Jahres geschafft, sich den Traum von einer eigenen Brauerei zu erfüllen. Die Eröffnung liegt jetzt fast sieben Monate zurück. Da ist es an der Zeit, eine erste Bilanz zu ziehen. Und die fällt rundum positiv aus: „Dass es solche Dimensionen annimmt, hatte ich wirklich nicht erwartet“, freut sich der 70-Jährige über den großen Zuspruch.

340 Plätze für die Brauhaus-Kundschaft

Am 17. Dezember 2016 hat der Gastronom Udo Venema die Eröffnung des Butjenter Brauhaus gefeiert. Es befindet sich in Abbehausen an der Butjadinger Straße 65 in direkter Nachbarschaft zum Landhotel Butjadinger Tor.

Im vorderen Gastraum gibt es 170 Plätze. Hinzu kommen weitere 170 Plätze in einem abtrennbaren Raum im hinteren Bereich des Brauhauses. Diese „Alm“ wird auch für größere Veranstaltungen und Familienfeiern genutzt. Um die Anwohner vor Lärm zu schützen, sind die Fenster und Türen des Saals mit einem Alarmsystem ausgestattet und können nur in Notfällen geöffnet werden.

In dem Familienbetrieb Venema, der 1956 gegründet wurde, sind inzwischen 80 Mitarbeiter tätig. Gut 20 neue Beschäftigte wurden für das Brauhaus eingestellt.

Udo Venema hatte damit gerechnet, dass nach einer gewissen Anfangseuphorie die Besucherzahlen spürbar zurückgehen würden. Aber dem ist nicht so. Nach wie vor herrscht im Bauhaus viel Betrieb. Das gilt besonders für die Wochenenden. Wer sonnabends ohne Reservierung einen freien Platz ergattern will, muss schon das Glück in der Tasche haben. Ein anderes Beispiel: Die ausgebuchte Silvesterparty 2016 lag kaum zwei Wochen zurück, da vermeldete Udo Venema bereits den Ausverkauf sämtlicher Tickets für die Fete zum Jahreswechsel 2017/18.

Rechnung geht auf

Der Erfolg lässt sich auch in Zahlen ausdrücken. Bei der Kostenkalkulation für das Brauhaus legte er die bisherigen Industriebiermengen zugrunde, die durch die Zapfhähne des Landhotels Butjadinger Tor und der dazugehörigen Kneipe geflossen sind. Das waren rund 260 Hektoliter im Jahr. Udo Venema rechnete durch, dass er künftig mit dem Butjenter Bier aus eigener Produktion mindestens einen Absatz von jährlich 400 Hektolitern erreichen müsste, um wirtschaftlich über die Runden zu kommen. Denn die Investition in das Brauhaus an der Butjadinger Straße belief sich auf stolze 3,8 Millionen Euro.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Corona-Update-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Jetzt liegt Udo Venema eine Zwischenrechnung vor, die ihn in beste Stimmung versetzt, weil sie alle Erwartungen übertrifft: Schon in den ersten sechs Monaten hat das Butjenter Brauaus 600 Hektoliter Bier produziert. Udo Venema und sein in Bremen angeheuerter Braumeister Andreas Christiani gehen davon aus, dass sich bis zum Ende dieses Jahres die 1000-Hektoliter-Marke knacken lässt. „Damit werden unsere Hoffnungen mehr als erfüllt“, sagt Udo Venema. Er freut sich darüber, dass sich von der „besonderen Atmosphäre“ des Brauhauses nicht nur die Stammkunden, sondern auch neue Gästekreise angesprochen fühlen.

Am liebsten Zwickel

Die Besucher des Butjenter Brauhauses haben auf der Getränkekarte die Wahl zwischen den Biersorten Gold, Zwickel und Mühlenweizen. Hinzu kommen je nach Saison das Festbier, das Pfingstbier und zurzeit ein Dunkelbier namens Friesenhäuptling, das gute Chancen hat, fest ins Sortiment aufgenommen zu werden.

Und welches Bier trinken die Gäste am liebsten? In den ersten Wochen lagen Zwickel und Gold gleichauf in Führung. Aber inzwischen ist das Zwickel eindeutiger Spitzenreiter. Braumeister Andreas Christiani beschreibt diese Biersorte als ein norddeutsches Pils, das „hopfenbetont und sehr bekömmlich ist“. Das Gold, das übrigens bei den weiblichen Gästen hoch im Kurs steht, ist süßer und malziger.

Weil die Produkte aus dem Butjenter Brauhaus so gut angenommen werden, denken Udo Venema und Andreas Christiani bereits über eine Erweiterung der Anlage um ein bis zwei zusätzliche Lagertanks nach. Zudem schmieden sie Pläne, für den Außerhausverkauf auch Flaschen anzubieten, in die 0,33 Liter passen. Bisher hat das Butjenter Brauhaus lediglich das Flaschenformat 0,5 Liter sowie Syphons mit einem Fassungsvermögen von einem Liter und zwei Litern im Sortiment. Immer etwas Neues eben.

Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
Rufen Sie mich an:
04731 9988 2201
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.