Brake - Zu Wolfsberatern für den Landkreis Wesermarsch sind Wolfgang Brakhage aus Diekmannshausen (Telefon 0171/2615668), Rüdiger Gimber aus Nordenham (Telefon 0176/57612257) und Jörg Thielen aus Elsfleth (Telefon 0162/1931215) berufen worden. Das niedersächsische Umweltministerium hat sie in Absprache mit dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft-, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) und der Landesjägerschaft Niedersachsen in das Ehrenamt berufen. Die neuen Wolfsberater stellten sich im Umweltausschuss des Kreistages kurz vor.

Der Wolfsberater hat die Aufgabe, gemeinsam mit dem Wolfsbüro (NLWKN) und der Landesjägerschaft das landesweite Wolfsmonitoring zu begleiten und als direkte Ansprechpartner vor Ort die Bürger zu beraten. Diese Aufgabe wird immer wichtiger, je weiter sich der Wolf in der Region ausbreitet. Wie Martina Denker von der Kreisverwaltung erläuterte, wurden seit 2017 insgesamt 22 Wolfsrisse in der Wesermarsch festgestellt. Davon entfielen 19 Risse auf Schafe und drei auf Rinder. Aktuell gebe es in Niedersachsen 40 Wolfsterritorien, die sich wie folgt zusammensetzen: 38 Wolfsrudel, zwei Wolfspaare und vier residente Einzelwölfe.

Die Ausbreitung des Wolfes wird wissenschaftlich dokumentiert. Das sogenannte Wolfsmonitoring sei eminent wichtig, um frühzeitig über die Ausbreitung des Wolfs im Bilde zu sein, merkte Dezernent Matthias Wenholt an. Sachverständige gehen davon aus, dass sich spätestens 2030 mindestens ein Wolfsrudel in der Wesermarsch aufhalten wird.

Ulrich Schlüter
Ulrich Schlüter Redaktion Brake