Brake - Eine gute Betreuung für Sterbende und ihre Angehörigen in vielen Fällen unverzichtbar. Der ambulante Hospizdienst des Diakonischen Werkes Wesermarsch bietet daher Qualifikationskurse zur Mitarbeit in der ambulanten Hospizarbeit an. Es gibt nun eine gute Nachricht: Die 98 ambulanten Hospizdienste in Niedersachsen erhalten in diesem Jahr 3,5 Millionen Euro von der AOK. Rund 21 000 Euro davon gehen an den Ambulanten Hospizdienst des evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Wesermarsch in Brake. Das Geld unterstützt die Ausbildung ehrenamtlicher Sterbebegleiter und die Finanzierung der notwendigen Personal- und Sachkosten.

Das Diakonische Werk schult künftige ehrenamtliche Hospizbegleiter und Begleiterinnen an vier Intensivwochenenden und verschiedenen Themenabenden im Umgang mit schwerstkranken und sterbenden Menschen und ihren An- und Zugehörigen. Themenbereiche unter dem Begriff des Helfens sind unter anderem Kommunikation, Biographie-Arbeit, juristische Aspekte, Trauer, Spiritualität und Hospizpflege.

Fürsorge und umsichtige Betreuung sind nach den Worten von Dr. Jürgen Peter, Vorstandsvorsitzender der AOK Niedersachsen, für Menschen am Lebensende besonders wichtig. „Die meisten von ihnen möchten ihre letzte Lebensphase in ihrer vertrauten Umgebung verbringen. Hier setzt die wertvolle Arbeit der Hospizdienste an, die sich mit viel Gefühl um die Bedürfnisse dieser Menschen kümmern“, betont Jürgen Peter.

Allein im Jahr 2021 haben Niedersachsens Hospizdienste 3713 Menschen beim Sterben in ihrer häuslichen Umgebung begleitet, davon 189 Kinder. Auch Familie und Freunde werden in diesem Prozess unterstützt.

Unabhängig von Konfession, Staatsangehörigkeit oder sozialer Stellung kann jede Person einen Hospizdienst in Anspruch nehmen.


Ambulante Hospizdienste können noch bis Ende März 2023 Förderanträge für das kommende Jahr bei den gesetzlichen Krankenkassen einreichen.

Ulrich Schlüter
Ulrich Schlüter Redaktion Brake