Brake/Elsfleth/Oldenburg - Eine zivile Streife der Braker Zoll-Kontrolleinheit hat am vergangenen Freitag, 20. Januar, in einer Regionalbahn Richtung Bremen unter einem Sitz 200 Ecstasy-Tabletten gefunden und den vermeintlichen Besitzer der Drogen noch im Zug ausfindig gemacht. Das teilte der Sprecher des Hauptzollamts Oldenburg am Montag mit. Den mutmaßlichen Schmuggler erwartet nun ein Strafverfahren.
Kontrolle im Zug
Die Zoll-Beamten waren zunächst durch die Zugabteile gegangen, um die Fahrgäste zu überprüfen. „Im ersten Kontakt weisen wir uns immer als Zöllner aus und fragen nach mitgeführten hochsteuerbaren Waren oder verbotenen Gegenständen, insbesondere nach Betäubungsmitteln“, erklärt Frank Mauritz, Pressesprecher des Hauptzollamts Oldenburg. Während ihrer Kontrolle wurden die erfahrenen Beamten zwischen Brake und Elsfleth auf einen 40 Jahre alten Mann aufmerksam, der aufgrund seines unruhigen Verhaltens auffiel. Der Mann habe die Kontrolle der anderen Fahrgäste nervös beobachtet und schließlich ohne erkennbaren Grund den Sitzplatz im Zugabteil gewechselt, heißt es in der Mitteilung des Hauptzollamtes.
Die Braker Beamten fanden die Ecstasy-Tabletten unter dem Fahrgastsitz. Bild: ZOLL
Daraufhin überprüften die Zöllner den ursprünglichen Platz des Verdächtigen – und fanden unter den Sitzpolstern zwei Tüten mit über 200 rötlichen Ecstasy-Pillen. Die Beamten konfrontierten den Mann umgehend mit den Drogen. Der 40-Jährige stritt allerdings ab, den Sitzplatz genutzt zu haben und der Besitzer der gefundenen Pillen zu sein.
Richtiger Verdacht
Zwei Aspekte zeigten den Beamten aber schnell, dass sie den richtigen Mann erwischt hatten: Mitreisende Sitznachbarn bestätigten, dass der Mann über dem Drogenversteck gesessen und seinen Platz nach Beobachtung der Zollkontrolle gewechselt hatte. Zudem schlug ein später durchgeführter Drogenschnelltest an den Handflächen des Mannes positiv auf Amphetamine an.
Die Zollbeamten leiteten umgehend ein Strafverfahren wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz ein. Die Drogen wurden beschlagnahmt. Die Ermittlungen wegen unerlaubten Handels mit Betäubungsmitteln führt die Landespolizei.
