Seefeld - Eine unendliche Geschichte dürfte bei der Ortswehr Seefeld nun doch ein Ende finden – ein gutes Ende. Es ist die Geschichte vom neuen Löschfahrzeug, die der frühere Ortsbrandmeister Klaus Musiol in der Jahreshauptversammlung erzählte.
Sie beginnt mit einer treuen Seele: dem Löschfahrzeug LF 8, das seit sage und schreibe 34 Jahren seinen Dienst versieht und rein technisch noch „in Schuss ist“, wie Klaus Musiol sagte. Allerdings haben sich die Aufgaben der Stützpunktfeuerwehr Seefeld in den 34 Jahren gewandelt – weniger löschen, mehr technische Hilfeleistungen, etwa bei Unfällen. Und dafür ist das alte LF8 nicht ausgelegt; die Veränderungsmöglichkeiten bei der Beladung seien ausgereizt, seit Jahren schon, sagte Klaus Musiol.
Die Ortswehr bildete 2018 eine fünfköpfige Arbeitsgruppe, die den Bedarf analysierte und daraus das richtige neue Fahrzeug herauskristallisierte – keine Arbeit, die mal eben in ein paar Stunden abgehakt ist.
2019 übernahm die Gemeinde das 2008 hergestellte LF 10 – das klassische Nachfolgefahrzeug für das nicht mehr gebaute LF 8 – vom Kernkraftwerk Unterweser und bot es Seefeld an. Aber es passte ebenfalls nicht zu den neuen Anforderungen.
Doch wo ein Wille ist, gibt es auch eine Lösung: Das KKU-Fahrzeug wird „intelligent eingebunden“ und ein zweites Nachfolgefahrzeug ausgeschrieben. Inzwischen ist das KKU-Fahrzeug nach den Bedürfnissen der Seefelder Wehr umgebaut worden, in Kürze beginnt der Übungsbetrieb. Im Februar hat der Rat ein neues LF 10 für Seefeld genehmigt; es wird wohl kaum vor 2025 geliefert. Das KKU-Fahrzeug wird dann in einen Gerätewagen umgebaut und wohl bis Mitte der 30er Jahre seinen Dienst tun.
Und das alte LF 8? Dafür gibt es schon Kaufinteressenten, wie es hieß.
