Westerstede - Was ist das denn? Das Modell eines menschlichen Gehirns stand am Sonntag im Mittelpunkt des Interesses bei Besuchern im Westersteder Klinikzentrum. Das überdimensionale Ausstellungsstück wurde vielfach bestaunt, berührt und erkundet. Aber auch sonst war im Foyer des Krankenhauses viel los: Rund 30 Aussteller beteiligten sich am dritten Ammerländer Selbsthilfetag und hatten Infostände zu unterschiedlichen Krankheitsbildern aufgebaut. An den Tischen suchten Vertreter der Gruppen das Gespräch mit Besuchern, Betroffenen und Angehörigen, händigten Broschüren aus und gaben Tipps.
„Geteiltes Leid ist halbes Leid“, weiß die Leiterin der Edewechter Selbsthilfekontaktstelle Rebeka des Paritätischen Oldenburg-Ammerland, Cornelia Scharmann. Sie hatte diese dritte Veranstaltung in Kooperation mit der Ammerland-Klinik federführend geplant. Im Landkreis gebe es 120 Selbsthilfegruppen, und ständig kämen neue hinzu, erklärt sie. Komplettiert werde das Angebot durch weitere Gruppen im Umkreis, die ebenfalls Interessierten aus dem Ammerland offen stünden. Neben dem Erfahrungsaustausch und Informationen über Behandlungsmethoden hätten Gruppen den Vorteil, dass sie beispielsweise auch mal Experten einladen und Vorträge anbieten könnten.
„Wer eine Selbsthilfegruppe gründen möchte, kann sich gerne an uns wenden. Wir geben Starthilfe, suchen nach Räumlichkeiten und gestalten Flyer“, nennt Scharmann einige Beispiele. Näheres unter
Einen Stand hatte auch das Sorgen- und Krisentelefon des Landkreises Ammerland. 25 Mitarbeiter arbeiten ehrenamtlich sieben Tage die Woche in zwei Schichten und hören sich die Sorgen und Nöte der Mitbürger an. Das Telefon ist täglich von 14 bis 22 Uhr besetzt.
Häufig sei Einsamkeit ein Beweggrund, zum Hörer zu greifen und die kostenfreie Rufnummer 08 00/26 222 26 zu wählen, weiß Beraterin Waltraud K., die sich seit mehr als zehn Jahren hier engagiert. „Wir helfen durch Zuhören. Der Anrufer kann anonym bleiben und offen über seine Sorgen sprechen.“ Nur in speziellen Fällen werde an eine Beratungsstelle verwiesen. Wer Interesse am einer Mitarbeit habe, könne sich an den Landkreis wenden,
