Westerstede - Viel Lob für den Veranstaltungsort Westerstede gab es am Donnerstag beim Notfallsymposium auf dem Gelände der Robert-Dannemann-Schule. Neben Fachvorträgen, die im voll besetzten Forum von Teilnehmern aus ganz Deutschland verfolgt wurden, und einer Fachmesse rund um das Thema „Notfallmedizin“ in der Mensa waren auf dem Pausengelände eine mobile Rettungsstation und Elemente eines Rettungszentrums aufgebaut. Bundeswehrsoldaten demonstrierten, wie in einem Einsatzgebiet Verwundete medizinisch versorgt werden.
Wie schnell ein solches Zelt aufgebaut werden könne, fragte ein interessierter Besucher. „Ziel ist es, dass wir nach einer Stunde bereits einen Patienten in der Notaufnahme behandeln können. Nach sechs Stunden sollte das gesamte System stehen, so dass auch Operationen möglich sind“, erklärte Hauptfeldwebel Jens Krause.
Ein paar Schritte weiter hatte die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) ihren Stand aufgebaut. Anhand eines Bootes und eines Einsatzwagens gaben die Helfer Einblick in die Ausbildung und berichteten vom Vorgehen bei Katastropheneinsätzen. Sven Wegner, Technischer Leiter Einsatz bei der Ortsgruppe Westerstede und Gruppenführer in Bockhorn, lobte die gute Zusammenarbeit zwischen den beiden Einheiten, insbesondere im Bereich der Jugendarbeit. Ziel der Westersteder sei es, sich ein eigenes Ausbildungsboot anzuschaffen. Für diesen Zweck wurden am Donnerstag Spenden gesammelt und Kuchen verkauft.
Die eintägige Veranstaltung war am Donnerstagmorgen eröffnet worden. Schirmherr Generalarzt Dr. Stephan Schoeps lobte die Fortbildungsbereitschaft der annähernd 600 Teilnehmer. Gerade das Personal im Rettungsdienst müsse über ein breites Wissen verfügen und als Team agieren. Lob kam auch von Generalarzt a. D. Dr. Christoph Veit, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Wehrmedizin und Wehrpharmazie, mit der das Bundeswehrkrankenhaus Westerstede die Veranstaltung organisiert hatte. Weitere Kooperationspartner waren das Kommando Schnelle Einsatzkräfte Sanitätsdienst Leer und das Fachsanitätszentrum Wilhelmshaven. Bürgermeister Klaus Groß nutzte die Gelegenheit, Westerstede als Gesundheitsstadt im Grünen mit der Rhodo und vielen weiteren Angeboten vorzustellen.
