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NWZonline.de Region Ammerland Gemeinden Westerstede

Projekt: Selbst sind die Feuerwehrleute

12.05.2017

Hollwege 1500 Arbeitsstunden insgesamt, ein zwölf Tonnen schweres Fahrzeug, über zwei Kilometer Kabel und sechs Bastler: In Eigenregie baut die Feuerwehr Hollwege ein Gerätefahrzeug zusammen. „Wir können es uns so zusammenstellen, wie wir es haben wollen“, sagt Feuerwehrmann Christian Gerdes.

Einmal die Woche trudeln abends mehrere Feuerwehrleute aus Hollwege nach Feierabend in einer großen Halle von Leffers Pflanzenhandel ein und beginnen nach einer kurzen Plauderei an verschiedenen Ecken des großen, roten Fahrzeuges zu tüfteln. Mittlerweile kennen die Bastler jede Schraube und jedes Kabel des Wagens, an dem sie seit rund einem Jahr arbeiten.

Ob Gärtner, Kfz-Mechatroniker oder Ingenieur: Jeder, der am Projekt mitarbeitet, bringt spezielle Fachkenntnisse mit. Somit waren Anbringung der Beleuchtung, Kameras oder der Spiegel kein Problem für die Truppe. „Es ist ein Glücksfall, dass sie das freiwillig machen und beruflich dazu auch das Wissen haben“, so der Ortsbrandmeister und stellvertretener Stadtbrandmeister, Jürgen Specht. Für rund 70 000 Euro hat die Stadt Westerstede das Fahrzeug von einer Privatperson gekauft. Mit der Ausstattung soll der hergerichtete Wagen letztlich etwa 250 000 Euro wert sein, so Specht.

Wenn alles nach Plan läuft, ist das Fahrzeug Ende des Sommers einsatzbereit. Da die Feuerwehr Hollwege eine hohe Tagesbereitschaft hat, wird der Schlauchwagen auch überwiegend von den Hollwegern bedient.

Schon jetzt fahren sie tagsüber zusammen mit der Feuerwehr Westerstede zu den Einsätzen, um mehr „Manpower“ zu haben. Da es immer weniger Löschteiche gibt und Schläuche über immer weitere Distanzen verlegt werden müssen, ist so ein Wagen für Westerstede vonnöten, so die Sprecherin der Feuerwehr, Meike Seppenwoolde.

Das Gerätefahrzeug soll außerdem dazu genutzt werden, weitere Feuerwehrleute und andere Materialien zum Einsatz zu bringen. Dabei ist der Wagen mit einem beheizbaren Zelt, einem Heckwarner und reichlich Stauraum ausgestattet. Das Zelt kann zum Beispiel bei einem Hausbrand oder einer Großschadenslage zum Einsatz kommen, um Leute unterbringen.

Zudem sei laut Specht ein neues Feuerwehrhaus in Hollwege geplant. Mit einer Höhe von 3,85 Metern passt der Schlauchwagen nicht in die vorhandenen Räumlichkeiten – nicht mal das Feuerwehrhaus in Westerstede böte eine angemessene Höhe. Anfang nächsten Jahres soll der Umbau beginnen.

Neben dem Feuerwehrhaus wächst auch der Teamgeist der Truppe an dem Projekt. „Es ist zwar zeitaufwendig, aber es macht sehr viel Spaß“, so Gerdes. Durch die regelmäßige Arbeit wurde das Team mehr und mehr zusammengeschweißt. Darüber hinaus gibt Gerdes an, schon jetzt einen besonderen Bezug zu dem Fahrzeug zu haben. Doch ein Name für das Gefährt fehlt noch.


Ein Video sehen Sie unter   www.nwzonline.de/videos 
     www.facebook.com/feuerwehrhollwege 
Anna-Lena Sachs Redakteurin / Online-Redaktion
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