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NWZonline.de Region Ammerland Gemeinden Westerstede

Westerloyer im Rampenlicht

20.10.2008

WESTERLOY Alle Scheinwerfer sind auf Hartmut Ahlers gerichtet. Entspannt sitzt der 58-jährige Gärtnermeister auf seinem Stuhl in seinem Büro in Westerloy und genießt das Rampenlicht. Vor ihm hat Fernsehautorin Karin Rieppel Platz genommen, in der Hand hält sie mehrere Zettel mit Fragen.

Jetzt könnte es mit dem Filmdreh doch endlich losgehen. Aber Kamerafrau Meinhild Jach vom NDR-Fernsehen ist immer noch nicht zufrieden. „Die Studiolampe spiegelt sich in den Bildern hinter dem Kopf von Herrn Ahlers, außerdem ist die Bürolampe im Bild und der Kamin wird von einer Grünpflanze verdeckt“, quengelt die Kamerafrau. Also wird schnell das Büro umgebaut. „Wir wollen, dass beim Dreh die persönliche Atmosphäre rüberkommt“, sagt Karin Rieppel, die an diesem Wochenende verschiedene Zeitzeugen aus Westerloy für eine neue Magazinsendung befragt.

Ab dem 13. Dezember soll das Magazin regelmäßig im dritten Programm des NDR-Fernsehens mit dem Titel „Meine Filme – Unsere Geschichte“ ausgestrahlt werden. „Wir zeigen Beiträge mit altem Filmmaterial aus Privatarchiven, das von Zeitzeugen kommentiert wird“, umschreibt die Fernsehautorin das Konzept der Sendung.

In Westerloy hat das TV-Team einen besonderen Schatz an der Angel: die alten Filmrollen des ehemaligen Westerloyer Dorflehrers Adolf Helms. Der Hobbyfilmer hatte von 1933 bis zu seiner Pensionierung 1965 viele Szenen des Westerloyer Schul- und Dorflebens – angefangen vom Schulausflug bis hin zum Erntefest – gefilmt (die NWZ berichtete). Die unzähligen Filmrollen hatte er vor Jahren seinem ehemaligen Schüler Hartmut Ahlers vermacht. Vor der Kamera erinnerten sich jetzt die Westerloyer Zeitzeugen Fritz Eilers (81) und seine Schwester Lisa Bohlje (78), Herbert Siefken (86) und Gerda Hinrichs (62) und eben Hartmut Ahlers (58) an diesen ungewöhnlichen Lehrer und an ihre damalige Kindheit und Schulzeit in Westerloy in den 30er- bzw. 50er-Jahren.

„Der Lehrer Helms war sehr beliebt bei uns Kindern. Er hat mit uns viele Ausflüge gemacht, die er aus eigener Tasche bezahlte. Sein Filmen und die vielen gemeinsamen Aktivitäten mit ihm sind mir noch in guter Erinnerung“, berichtet der 81-Jährige Fritz Eilers dem Filmteam aus Hamburg.

Doch der Hauptlehrer Helms konnte auch anders sein, woran sich Lisa Bohlje vor der Kamera noch heute erinnert: „Er war manchmal sehr aufbrausend. Zu uns Mädchen war er nett, aber zu den Jungs war er streng. Die bekamen auch Hiebe mit dem Stock“, so die 78-Jährige, die von 1937 bis 1945 in Westerloy zur Schule ging. Gerda Hinrichs erzählt beim Filmdreh vom großen Engagement des Lehrers, der damals mit eigenen Mitteln eine Bibliothek im Dorf aufbaute.

„Wir haben uns als Schüler immer gefreut, wenn wir statt Mathe pauken einen Film von ihm sehen durften“, sagt Hartmut Ahlers. Nach zwei Drehtagen hat das TV-Team alles im „Kasten“. „Wir haben uns als Team hier pudelwohl gefühlt und tolle Gespräche geführt“, bedankt sich Karin Rieppel für einen angenehmen filmischen Einsatz.

Thomas Neunaber Barßel/Saterland / Redaktion Münsterland
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