WESTERSTEDE - Die von Anwohnern jüngst formulierten Beschwerden über beinahe regelmäßig wiederkehrende nächtliche Störungen und Sachbeschädigungen an der Westersteder Kuhlenstraße haben am Montag zu einer ersten offiziellen Reaktion geführt. „Ich habe in Gesprächen mit Bürgermeister Klaus Groß und der Deula-Lehranstalt für Agrartechnik angeregt, in einem gemeinsamen Gespräch zu einer möglichst schnellen Problemlösung zu kommen“, betonte der Leiter der Polizeikommissariats Westerstede, Jörg Beensen. Wie berichtet, ging der letzte Fall von Sachbeschädigung auf das Konto eines 19-jährigen Lehrgangsteilnehmers, der für eine Woche der Deula zugeordnet war.

Die Schulleitung ist sich des Problems sehr genau bewusst. Pro Jahr durchlaufen mehrere tausend junge Leute den dortigen Ausbildungsbetrieb. Der allergrößte Teil der jungen Männer und Frauen verhält sich in ihrer Freizeit friedlich und unauffällig. „Die wenigen schwarzen Schafe schädigen durch ihr Auftreten unseren Ruf. Wir bedauern, dass es zu Unannehmlichkeiten für Anwohner der Kuhlenstraße gekommen ist und wollen mit Stadt und Polizei nach einer Lösung suchen“, versicherte am Montag der Geschäftsführer der Deula-Schule, Joachim Zmiewski.

Beensen rief unterdessen die Bevölkerung auf, bei Straftaten grundsätzlich die Polizei zu rufen, besonders dann, wenn es, wie an der Kuhlenstraße, um judenfeindliche Parolen gegangen sei.