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NWZonline.de Region Ammerland Gemeinden Westerstede

Trockenheit: Der Wassermann von Westerstede

04.07.2018

Westerstede Üppig blühende Staudenbeete, saftig grüne Bodendecker und so manche Bienenweide auf öffentlichen Flächen: Das zeichnet Westerstede aus. Damit das auch bei steigenden Temperaturen und strahlend blauem Himmel so bleibt, ist das Team des Bauhofs im Dauereinsatz. Denn ohne Wasser ist die Blütenpracht schnell verdorrt, weiß Sven Haschen.

Er ist von 7 Uhr morgens bis 16 Uhr nachmittags mit einem kleinen Trecker auf den Straßen unterwegs und hält Ausschau nach öffentlichen Beeten. Auf dem Anhänger liegt ein riesiges Wasserfass mit 1800 Litern Inhalt. Bei intensiver Bewässerung müsse er es etwa alle eineinhalb Stunden nachfüllen, berichtet er von seiner Arbeit. Dafür steuere er die Hydranten an, die es überall im Stadtgebiet gibt.

Braune Stellen

Bei einer andauernden Schönwetterperiode wie zurzeit haben selbst die sonst so anspruchslosen Bodendecker Durst und weisen schon einige braune Stellen auf. Steht ein großer Baum noch im Beet, der selbst schon mehrere 100 Liter Wasser am Tag benötigt, müssen noch ein paar Liter mehr in die Erde.

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Auch Rosenbeete in Ocholt werden von ihm gepflegt, erzählt der 28-Jährige, während der Brausestrahl gleichmäßig auf den Bodendecker herunter regnet. Jeden zweiten Tag geht es mit Tempo 30 dorthin, um die pflegeintensiven Pflanzen mit Wasser zu versorgen. Doch jetzt steht erst einmal das nächste öffentliche Beet im Gewerbegebiet Hansacker auf dem Plan. Sven Haschen rollt den Schlauch ein und zuckelt wenig später mit seinem Gefährt davon.

Elektrofahrzeug im Ort

Er ist aber nicht der Einzige, der in diesen Tagen in Sachen Wasserversorgung in Westerstede unterwegs ist. Kollege Thomas Beyrowski sitzt zur selben Zeit auf einem kleinen Elektrofahrzeug, das lautlos in der Fußgängerzone vorfährt und hier, je nach Wetterlage, so etwa alle zwei Tage für den wichtigen Wassernachschub sorgt.

„Die Beete mit den Sommerblumen und die Pyramiden beispielsweise sind pflegeintensiver. Es soll ja auch schön aussehen. Die Bepflanzung ist schließlich das Aushängeschild der Stadt. Das zeigen uns auch immer wieder die positiven Rückmeldungen von Touristen“, erklärt Bauhofleiter Falk Grotius. Und das solle auch so bleiben.

Sportplätze bewässern

Doch nicht nur Blumen und Co. werden vom Bauhofteam versorgt, auch zehn Sportplätze gehören zum Aufgabenfeld. Hier kümmert sich Renke Meissner jeden Tag um den Wasser-Nachschub. Vier große Sprenger sind im Dauereinsatz und müssen regelmäßig umgestellt werden, damit die gesamte Fläche benetzt wird.

Einsatz für die Pflanzen

Die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs sind rund ums Jahr mit Pflegemaßnahmen in öffentlichen Anlagen und Beeten beschäftigt – vom Bepflanzen über den Rückschnitt und das Unkrautjäten bis hin zum Bewässern im Sommer. Dazu gehören auch die Sportplätze. Unterwegs sind die Mitarbeiter nicht nur in Westerstede, sondern auch in den zugehörigen Dörfern.

Beim Bepflanzen geht der Trend in Richtung Stauden. Insbesondere salztolerante Neuzüchtungen eignen sich für die Beete an Straßen – wegen des Streusalzes im Winter. Geachtet wird zwar auch auf insektenfreundliche Pflanzen, diese dürfen aber nicht zu hoch wachsen, weil sie sonst die Sicht der Autofahrer beim Abbiegen behindern könnten.

In der Innenstadt von Westerstede zählt bei der Bepflanzung vor allem die Blütenfülle. Hier dürfen es auch mal pflegeintensivere Blumen sein, die in den Kübeln, Beeten und Pyramiden in der Fußgängerzone wachsen.

Die genaue Zahl und Größe der öffentlichen Beete in der Stadtgemeinde wird zurzeit erfasst und ausgewertet. Es sind mehrere hundert, schätzt Bauhof-Leiter Falk Grotius.

In Privatgärten sollte möglichst abends gegossen werden, wenn die Sonne nicht mehr stark scheint, rät Bauhofchef Falk Grotius allen Gartenbesitzern. So könnten Verbrennungen der Blätter verhindert werden. Zudem verdunste das Wasser nicht so schnell und stehe den Pflanzen länger zur Verfügung. Gewässert werden sollte durchdringend und regelmäßig, um Trockenschäden zu vermeiden. Vertrocknete Triebe sollten abgeschnitten werden. Mit etwas Glück treibt die Pflanze wieder durch.

Kerstin Schumann Redakteurin / Redaktion Westerstede
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